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Prävalenz und geographische Verteilung des Duncker´schen Muskelegels (Alaria-alata-Mesozerkarie) in Wildschweinen (Sus scrofa) im Freistaat SachsenDolle, Sandra 30 August 2016 (has links)
Prävalenz und geographische Verteilung des Duncker´schen Muskelegels (Alaria-alata-Mesozerkarie) in Wildschweinen (Sus scrofa) im Freistaat Sachsen
Institut für Lebensmittelhygiene der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig
Eingereicht im Juni 2016
(97 Seiten, 30 Abbildungen, 24 Tabellen, 276 Literaturangaben, 12 Anhänge)
Einleitung: Entgegen früherer Lehrmeinungen, dass der Duncker´sche Muskelegel (DME) ein seltener, harmloser und vernachlässigbarer Nebenbefund der Trichinellen-Untersuchung sei, ist heute belegt, dass dieses mesozerkariale Stadium der zoonotische Trematode Alaria alata ein potentielles Gesundheitsrisiko darstellt. Die Symptome der humanen larvalen Alariose reichen von leichten kutanen Krankheitszeichen bis hin zu einem letalen anaphylaktischen Schock, wobei vor allem die okuläre Infestation häufig beschrieben wurde. Berichte von Erkrankungen innerhalb Deutschlands fehlen bislang, gleichwohl muss aufgrund der geringen Bekanntheit der Zoonose mit einer Dunkelziffer gerechnet werden. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt daher, DME-positive Wildschweine als untauglich für den menschlichen Verzehr zu beurteilen; allerdings kam es bisher zu keiner allgemeingeltenden Durchsetzung dieser Empfehlung. Seit 2002 kam es vermehrt zu Zufallsfunden des DME während der gesetzlich vorgeschriebenen Untersuchung von Wildschweinfleisch auf Trichinellen. Die künstliche Verdauung mittels Magnetrührverfahren ist jedoch aufgrund der erheblichen biologischen Unterschiede zwischen Trichinella spp. und A. alata für den Nachweis des DME ungeeignet. Die Alaria spp. mesocercariae migration technique (AMT) stellt eine wesentlich geeignetere und validierte Methode zum Nachweis dieses Parasiten dar. Aufgrund der humanpathogenen Bedeutung sind allein zufällige Nachweise der Mesozerkarie aus Sicht des Verbraucherschutzes nicht hinzunehmen, dennoch ist die AMT bislang kein vorgeschriebenes Verfahren zur Untersuchung von Wildschweinen.
Zielstellung: Bislang wurden Prävalenzen des Parasiten beim Schwarzwild größtenteils mit dem Magnetrührverfahren im Rahmen der amtlichen Trichinellen-Untersuchung erhoben, wobei aufgrund der dafür ungeeigneten Methodik von einer erheblichen Untererfassung ausgegangen werden muss. In der vorliegenden Arbeit sollte erstmals ein umfassendes, flächendeckendes Monitoring realisiert und durch den Einsatz der AMT verlässliche Daten zur Prävalenz und Befallsintensität des DME beim Wildschwein erhoben werden. Außerdem sollten potentielle Risikofaktoren wie Lebensraum, Alter, Geschlecht und Gewicht der Wildschweine sowie saisonale Einflüsse und Verbreitungsschwerpunkte ermittelt und beurteilt werden. Um all diese Faktoren berücksichtigen zu können, sollte ein hoher Anteil der gesamten sächsischen Jagdstrecke untersucht werden.
Material und Methoden: Im Untersuchungszeitraum Juli 2014 bis August 2015 wurden insgesamt 7.303 Gewebeproben (Zwerchfell, Zunge, Zwischenrippenmuskulatur) von Wildschweinen mithilfe der AMT untersucht. Die aus dem gesamten Bundesland Sachsen stammenden Proben wurden anhand der Erlegungsorte der Tiere den 13 sächsischen Landkreisen/kreisfreien Städten zugeteilt.
Ergebnisse: Insgesamt wurde ca. 26 % der sächsischen Schwarzwildstrecke untersucht. Davon waren 243 (3,3 %) Wildschweine DME-positiv, welche in 10 (76,9 %) der 13 Gebiete erlegt wurden. Die Prävalenzen in den einzelnen Gebieten lagen zwischen 0,2 % und 27,7 %. Bei der statistischen Auswertung ergab sich ein starker Zusammenhang zwischen der Wasserfläche und der Prävalenz der untersuchten Gebiete (rs = 0,8880). Im Jahresverlauf wurde deutlich, dass der absolut höchste Anteil DME-positiver Tiere an untersuchten Tieren im April (10,2 %) bzw. Mai (10,9 %) und der absolut niedrigste Anteil im November (0,5 %) zu verzeichnen war. In den positiven Proben (30 g) wurden im Durchschnitt 5,6 (Median 2) DME nachgewiesen. Die Befallsintensität variierte dabei von 1 bis 268 DME pro Probe.
Schlussfolgerungen: Die im Rahmen dieser Arbeit erhobenen exakten Informationen zur Prävalenz von DME beim Wildschwein sollen als Basis für den Schutz sowohl von Verbrauchern als auch der Jägerschaft dienen. Daraus können rechtliche Grundlagen einer angemessenen fleischhygienerechtlichen Beurteilung DME-positiver Wildschweine erarbeitet werden, um Unsicherheiten im vorbeugenden Verbraucherschutz sowie wirtschaftliche Verluste zu vermeiden. Es wurde deutlich, dass das Vorkommen von DME je nach Jagdgebiet sehr stark variiert und mit der Wasserfläche des Gebietes zusammenhängt. Darüber hinaus scheint auch die Jahreszeit, in der das Wildschwein erlegt wurde, eine bedeutende Rolle zu spielen. Diese kritischen Punkte müssen in der Kontrolle der Humanexposition mit dem DME durch Wildschweinfleisch größere Beachtung finden. Die Untersuchung von Wildschweinfleisch auf den DME sollte mit der geeigneten und amtlich anerkannten AMT, insbesondere in Gebieten mit Wasserflächen, zukünftig routinemäßig durchgeführt werden. / Prevalence and geographical distribution of the Duncker’s musklefluke (Alaria alata mesocercariae) in wild boars (Sus scrofa) in the Free State of Saxony
Institute of Food Hygiene, Faculty of Veterinary Medicine, University of Leipzig
Submitted in June 2016
(97 pages, 30 figures, 24 tables, 276 references, 12 appendices)
Introduction: Contrary to former expert opinion considering the Alaria alata mesocercariae as a rare, harmless and negligible subsidiary finding during the trichinella examination there is clear evidence today that the mesocercarial stage of the zoonotic trematode Alaria alata represents a potential health risk. The clinical signs of human larval alariosis range from mild cutaneous symptoms up to a letal anaphylactical shock, the occular infestation being the most frequently described. Although there have no such cases been reported in Germany so far an estimated number of unknown cases must be assumed due to the low level of awareness of this zoonosis. Thus, the Federal Institute of Risk Assessment recommends that Alaria alata mesocercariae positive wild boar meat should not be released for human consumption; a general enforcement of this recommendation, however, has not been implemented so far. Increased incidental findings of mesocercariae have been reported during the official examination for trichinella in wild boar meat since 2002. But the artificial digestion by magnetic stirrer method is not suitable for the detection of the parasite because of the significant biological diversity of Trichinella spp. and Alaria alata. The Alaria spp. mesocercariae migration technique (AMT) offers a far more applicable and validated method to detect this parasite. Purely incidental findings of the mesocercariae are not acceptable from the consumer protection`s perspective because of their significance in human pathogenicity, but so far the AMT has not been established as a stipulated method for the examination of wild boar meat.
Objective: Prevalences of the parasite in wild boar have mainly been assertained by the magnetic stirrer method during the official trichinella inspection so far where a substantial failure frequency as a result of the inadequate method has to be assumed. The present study was aimed to realize a comprehensive, wide-spread monitoring for the first time and to acquire reliable data about prevalence and infestation density of the A. alata mesocercariae in wild boars by applying the AMT. In addition potential risk factors like habitat, age, gender and weight of the examined animals as well as seasonal influences and distribution centers had to be inspected and evaluated. To take all these factors into consideration a large number of wild boar of the whole Saxon hunting bag had to be examined.
Material and methods: In the course of the examination period from July 2014 to August 2015 a total of 7.303 tissue samples (diaphragm, tongue, intercostal muscles) taken from wild boars were examined by using the AMT. The samples, originating from different areas all over the Federal State of Saxony, were assigned to the 13 administrative districts/cities based on the place of their hunting.
Results: Approximately 26% oft he wild boars hunting bag of Saxony was examined. 243 (3.3 % ) of the wild boars hunted in 10 (76.9 %) of the 13 districts were A. alata mesocercariae positive.The prevalences in the different districts ranged from 0.2 % to 27.7 %. The statistical evaluation revealed a strong correlation between the share of water areas and the parasite prevalence in the examined district (rs = 0.8880). During the course of the year it became obvious that the absolutely highest percentage of positive animals from all examined wild boars was recorded in April (10.2 %) and May (10.9 %), the absolutely lowest percentage in November (0.5 %). Inside the positive samples (30 g) an average of 5,6 (median 2) mesocercariae could be detected, where the infestation density varied between 1 and 268 mesocercariae per sample.
Conclusions: The exact data about the prevalence of A. alata mesocercariae in wild boar meat compiled and evaluated in this study should serve as a foundation for the protection of consumers as well as of hunters. Based on this information legal bases for an adequate meat hygiene assessment of A. alata mesocercariae positive wild boars could be drafted to avoid uncertainty in preventive consumers protection as well as economic losses. The study showed that the occurence of the parasite varied to a large extent according to the hunting area and in dependence on the size of water area. Furthermore the season in which the animals were hunted seems to play an important part. These critical points must be the focus of greater attention in the future supervision of human exposure to A. alata mesocercariae by consuming wild boar meat. The inspection for Alaria alata mesocercariae of this meat should become a standard procedure with the applicable and officially approved AMT, especially in districts with large water areas.
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Use, Abuse and Dependence of Prescription Drugs in Adolescents and Young AdultsLieb, Roselind, Pfister, Hildegard, Wittchen, Hans-Ulrich January 1998 (has links)
Lifetime prevalence estimates of psychotropic medicine use as well as prevalence of DSM-IV prescription drug use disorders from the baseline investigation of the Early Developmental Stages of Psychopathology (EDSP) Study are presented. Use of prescription medication at some time in their life was reported by 27.4% of the respondents. Illicit use of prescription drugs, which means an intake without medical legitimation, was reported by 4.5% of the sample. The findings suggest that abuse of and dependence on prescription drugs, with most cases reporting polysubstance use, is quite rare in the 14- to 24-year-olds. DSM-IV abuse was more prevalent than dependence (0.5 vs. 0.3%). In general, women reported higher prevalence rates of prescription drug use, whereas men reported higher prevalence rates of prescription drug disorders. This result suggests that men have a higher risk to develop a substance-use-related disorder.
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Social anxiety in adolescents and young adults from the general population: an epidemiological characterization of fear and avoidance in different social situationsErnst, Julia, Ollmann, Theresa Magdalena, König, Elisa, Pieper, Lars, Voss, Catharina, Hoyer, Jana, Rückert, Frank, Knappe, Susanne, Beesdo-Baum, Katja 11 June 2024 (has links)
Social Anxiety Disorder (SAD) and, more generally, social fears are common in young people. Although avoidance behaviors are known to be an important maintaining factor of social anxiety, little is known about the severity and occurrence of avoidance behaviors in young people from the general population, hampering approaches for early identification and intervention. Symptoms, syndromes, and diagnoses of DSM-5 mental disorders including SAD were assessed in a random population-based sample of 14-21-year-olds (n = 1,180) from Dresden, Germany, in 2015/2016 using a standardized diagnostic interview (DIA-X-5/D-CIDI). An adapted version of the Liebowitz Social Anxiety Scale was used to ascertain the extent of social fears and avoidance. Diagnostic criteria for lifetime SAD were met by n = 82 participants, resulting in a weighted lifetime prevalence of 6.6%. Social anxiety was predominantly reported for test situations and when speaking or performing in front of others. Avoidance was most prevalent in the latter situations. On average, anxiety and avoidance first occurred at ages 11 and 12, respectively, with avoidance occurring in most cases either at about the same age as anxiety or slightly later. In the total sample, lifetime prevalence for most DSM-5 disorders increased with the severity of social anxiety and avoidance. Results underline the need for preventive or early intervention efforts especially regarding test anxiety and fear and avoidance of speaking in front of others. These situations are particularly relevant in youth. Avoidance behaviors may also be discussed as diagnostic marker for early case identification.
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Prävalenz der gingivalen Stippelung bei KindernPhark, Jin-Ho 15 May 2006 (has links)
Bei der Stippelung handelt es sich um eine Oberflächenstruktur des Gingivaepithels, die der Gingiva ein orangenschalenartiges Aussehen verleiht. Ziel dieser Studie war es, die Stippelung der Gingiva von Kindern zu untersuchen und deren Merkmale sowie Prävalenz zu charakterisieren. Material und Methode: Für diese Querschnittsuntersuchung wurden insgesamt 274 Kinder untersucht (148 Jungen, 126 Mädchen; Durchschnittsalter 4,98 Jahre) und dabei der Zahnbefund, der Mundhygienezustand (API), der Entzündungszustand (PBI) und die ethnische Herkunft aufgenommen. Die Stippelung wurde photographisch und mit Abformung aus niedrig viskösem additionsvernetzenden Silikon dokumentiert. Die davon hergestellten Modelle wurden unter einem Stereomikroskop mit einer Kamera digitalisiert. Das Programm analySIS 3.0 diente zur Bildanalyse. Ergebnisse: Insgesamt zeigten 187 Kinder (68,2%) Stippelung (Jungen 67,2%, Mädchen 69%). Sie trat ab einem Alter von einem Jahr auf. Geschlecht, ethnische Herkunft, Karieserfahrung, API und PBI hatten keinen Einfluss auf die Häufigkeit. Sie kam signifikant häufiger im Wechselgebiss vor, ebenso im Oberkiefer und im Frontzahnbereich. Im Seitenvergleich konnte keine symmetrische Verteilung festgestellt werden. Die Tüpfelung kam bis auf eine Ausnahme ausschließlich auf der befestigten Gingiva vor und war dabei bevorzugt interradikulär, danach radikulär und zuletzt im subpapillären Bereich zu finden. Die Auswertung der Photographien und Replikas ergab eine durchschnittliche Dichte von 2,54 Stippel/mm2 bei einer Höhe von 0,10 mm bzw. einer Breite von 0,09 mm je Vertiefung. Ältere Kinder wiesen eine höhere Dichte der Tüpfelung auf. Alter und Geschlecht keinen Einfluss auf die morphometrischen Daten. Anzahl, Höhe und Breite der Stippelung waren im Oberkiefer und im Frontzahnbereich größer als im Unterkiefer bzw. im Seitenzahnbereich. Schlussfolgerung: Als alleiniges Kriterium zur Beurteilung des klinischen Entzündungszustandes der Gingiva bei Kindern ist die Stippelung nicht geeignet, da das Fehlen von Stippelung nicht immer mit dem Vorhandensein von gingivaler Entzündung übereinstimmt. Für eine korrekte Diagnose müssen vielmehr weitere Kriterien wie Farbe, Dicke, Festigkeit, Kontur der Gingiva, die Sondierungstiefe und Sondierungsblutung einbezogen werden. / Background: The aim of this study was to examine the gingival stippling in children and to characterize it. The prevalence of stippling was a special interest. Stippling is a structure of the gingival epithelium, which causes an orange peel like appearance of the gingiva. Material and methods: In this cross-sectional study 274 children (148 boys and 126 girls; average age 4.98 years) were examined. Oral status, approximal plaque index (API), papillary bleeding index (PBI) and race were noted. Photographs or replicas with a silicone impression material of low viscosity were taken if stippling was found. The replicas were used to make stone casts, which were scanned by a video camera. The obtained pictures were analysed with the software analysis 3.0. Results: 68.2% of the children showed stippling, in 67.2% of the boys and 69.0% of the girls. It was evident from an age of one year. Sex and race did not show any influence on prevalence. There was also no relation between stippling and caries, oral hygiene or gingival inflammation. Stippling was more frequent in mixed dentition than in deciduous dentition. The children showed more stippling in the upper jaw and in the anterior region. It was not spread symmetrically. Usually, it was localized to the attached gingiva with the highest frequency in the interradicular area, followed by the radicular area, and subpapillar area. Only one child showed stippling in the free gingiva, too, but this seemed to be an exception from the rule. The data obtained from photographs and replicas showed a density of 2,54 stipples per mm2, a height of 0.10 mm and a width of 0.09 mm. Older children showed a higher density. Height and width were neither influenced by sex nor by age. But stippling in upper arch and anterior region had a higher density and a larger height and width than in lower arch or posterior region. Conclusion: Gingival Stippling is not a major criterion in clinical assessment of gingival or periodontal inflammation, because missing stippling does not always coincide with presence of gingival inflammation. For a correct diagnosis more criteria, e.g. colour, contour, thickness, consistency, pocket depth and bleeding on probing, have to be considered, too.
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The specific disorder of arithmetical skills / prevalence study in an urban population sample and its clinico-neuropsychological validation ; including a data comparison with a rural population sample studyHein, Jakob 30 October 2000 (has links)
Die Rechenstörung ist definiert als Unfähigkeit, trotz normaler Intelligenz und angemessener Beschulung grundlegende Rechenfertigkeiten zu erwerben. Über dieses Störungsbild gibt es nur wenige wissenschaftliche Daten. Die vorliegende Studie hatte zum Ziel, epidemiologische sowie klinische und neuropsychologische Daten zur Rechenstörung zu erheben. In einem ersten Abschnitt wurden 182 zufällig ausgewählte Drittklässler einer Großstadtpopulation mit standardisierten Leistungstests untersucht. Probanden mit einem erheblich schlechteren Ergebnis in Mathematik als in Rechtschreibung wurden als solche mit dem Verdacht auf eine Rechenstörung identifiziert. Wir fanden eine Prävalenz von 6,59 % (n=12). Der zweite Teil der Studie hatte eine umfassende klinisch-neurologische und neuropsychologische Diagnostik zur Überprüfung der Verdachtsdiagnose der Probanden zum Inhalt. Nur fünf der Eltern der zwölf identifizierten Probanden stimmten dieser weiterführenden Diagnostik zu. Von diesen fünf Probanden konnten bei vier umschriebene Störungen der Rechenfertigkeiten diagnostiziert werden. Jedoch nur einer erfüllte die diagnostischen Kriterien der ICD-10 für eine Rechenstörung. Die erhobenen Daten werden verglichen mit denen einer anderen Studie der Arbeitsgruppe mit einer repräsentativen Stichprobe aus einem ländlichen Raum. Zwar finden sich aufgrund zeitlicher Unterschiede und unterschiedlicher zur Anwendung gebrachter Testinstrumente erhebliche Unterschiede in den Ergebnissen der standardisierten Leistungstests, die Prävalenz für Rechenstörungen ist jedoch in beiden Studien gleich. Auf der Grundlage einer Übersicht bisher veröffentlichter Forschungsergebnisse und der erhobenen Daten wird die Diagnose der Rechenstörung diskutiert. Es wird geschlussfolgert, dass sie trotz teilweise unscharfer Definition als medizinische Entität valide ist. Der Vorzug der Verwendung von deskriptiv-qualitativen diagnostischen Kriterien an Stelle von quantitativen Differenzen in standardisierten Leistungstests wird betont, ebenso wie die Erfordernis einer international einheitlichen Terminologie. Die Notwendigkeit weiterer Forschung auf dem Gebiet wird unterstrichen. / The Specific disorder of arithmetical skills is defined as an individual's unability to acquire arithmetical skills in spite of normal intelligence and adequate mathematical education. There is a considerable lack of data on the condition. The present study attempts to collect epidemiological as well as clinical and neuropsychological data. In a first step, randomly chosen 182 third-graders of a city population were screened for a suspected Specific disorder of arithmetical skills, defined by a significantly worse mathematics compared to spelling achievement. We found the prevalence of the condition to be 6.59 % (n=12). In the second step we attempted to validate the suspected Specific disorder of arithmetical skills with a thorough clinico-neurological and neuropsychological test battery. Only five of the parents of the twelve probands agreed to further testing. Of those five, four showed below-average performances in at least one area of mathematical abilities. However, only one proband met the diagnostic criteria for the condition of the ICD-10. The study compares our data with those of another study by our group of a rural population sample. Due to temporal differences and different screening instruments, the screening test results are quite dissimilar, yet the prevalence rate for the condition is equal in both studies. Considering a review of the literature on the field as well as our own data the diagnosis of the Specific disorder of arithmetical skills is discussed. It is concluded that it has validity as a medical condition, but that is currently ill-defined. Diagnostic criteria employing qualitative aspects of the condition rather than quantitative discrepancies in standardized tests are proposed. An universal terminology of the condition is suggested and the need for further research emphasized.
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Negativer Rückblick oder positive Aussicht? Eine Online-Befragung Studierender der Medizin über ihre Erfahrungen während des Studiums / A negative review or a positive outlook? - An online survey of medical students on their experiences at university.Hilbert, Nadine 21 November 2012 (has links)
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