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Die individuellen und gesellschaftlichen Aspekte des Lebens mit Behinderungen in Ungarn. / Lebensgeschichten von Studentinnen und Studenten mit körperlichen Behinderungen / The individual and social aspects of living with disabilities in Hungary. / Life stories of physically disabled students.Gábor, Eszter 20 February 2013 (has links)
Zusammenfassung
Ungarn ist ein postkommunistisches Land, in dem für lange Jahrzehnte Armut oder Erwerbslosigkeit, verursacht durch eine Behinderung, neben anderen unerwünschten sozialen Problemen, in der Politik dethematisiert oder weitgehend ignoriert und mehr oder weniger als ´selbstverschuldet´ angesehen wurden. Menschen mit Behinderung waren und sind heute noch in Ungarn immer wieder stigmatisiert und ausgegrenzt. Die fehlende Wahrnehmung dieser Problematik und die geringe staatliche Unterstützung für Menschen mit Behinderung sowie deren Segregation im Bereich der Bildungs- und in der Beschäftigungspolitik hat in Ungarn eine lange Tradition. Dies kann man besser nachvollziehen, wenn man bedenkt, dass für Menschen mit Behinderung erst seit der politischen Transformation (1989) und besonders durch die neue Regelung im Hochschulsystem (2002) ein Zugang zum Hochschulstudium ermöglicht wurde.
In dieser biografietheoretischen Studie beschäftige ich mich mit einem bisher kaum erforschten Thema: die Lebensgeschichten und Lebenssituationen von Menschen mit einer oder mehreren körperlichen Behinderung/-en in Ungarn, die ihre Kindheit und besonders ihre Schullaufbahn vor den politischen Transformationsprozessen (1989) erlebten und denen, gerade durch das neue politische System und insbesondere durch die geänderten Bedingungen im Bildungssystem (2002), die Teilhabe an Bildung – in diesem Fall das Studieren – ermöglicht wurde. Die bisherige Schul- und Bildungsforschung, aber auch der gesellschaftliche Diskurs in Ungarn, befasste sich vorwiegend damit, den schulischen Misserfolg von Kindern mit geistigen aber auch mit körperlichen Behinderungen zu erklären. Diese neue Erscheinung – Studierende mit Behinderung –, bot sich für mich als ein neues und spannendes Forschungsfeld an. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass bei den Student/-innen als Defizit benannte niedrige Schulqualifikation und damit ein Grund mehr für die Stigmatisierung als ´leistungsschwache Menschen´ nicht vorhanden ist, trotzdem werden sie in Interaktionen auf ihre Behinderungen reduziert und weiterhin in der Gesellschaft diskriminiert; d. h. die Behinderung (Abweichung) bleibt als Stigma erhalten.
Im Fokus der vorliegenden Studie standen also das Verstehen der Prozesse der Stigmatisierungen und Diskriminierungen auf der individuellen und auf der gesellschaftlichen Ebene, die Problematik der institutionellen Einschränkung der Teilhabe und deren Aus- und Wechselwirkungen auf die Einzelbiografie. Von zentraler Bedeutung sind in den rekonstruierten Lebensgeschichten dieser Studie die Diskriminierungs- und Stigmatisierungsprozesse aufgrund einer Behinderung im Kontext von Selbsteinschätzung und Fremdzuschreibung (Selbstbild–Fremdbild). Diese Prozesse sind durch eigene biografische Erfahrungen sowie auf der kollektiven Ebene u. a. durch die historischen und politischen Traditionen des Landes geprägt. Anhand der Ergebnisse der vorliegenden Studie lässt sich festhalten, dass Student/-innen mit Behinderung im Laufe ihres Lebens ein sehr großes Entwicklungs- und Handlungspotenzial zeigen. Die persönlichen Leistungen werden aber von ihnen selber kaum positiv erlebt oder als solche wahrgenommen. Dies resultiert aus der Diskrepanz zwischen der Selbsteinschätzung und der Fremdzuschreibung, die auf starken Diskriminierungen in der Gesellschaft fußen und mit den fehlenden Möglichkeiten an gesellschaftlicher Partizipation (Teilhabe) einhergehen. In dieser Studie wurde dementsprechend auch danach gefragt, welche Erfahrungen zu welcher Strategie der Bearbeitung von Stigmatisierungen und Diskriminierungen aufgrund einer körperlichen Behinderung geführt haben. Dabei konnten Erfahrungs- und Handlungsmuster im Kontext der Gesamtbiografie nachvollzogen werden. So konnten nicht nur die Stigmatisierungsprozesse in gegenwärtigen Situationen in Ungarn analysiert werden, sondern auch, wie sich das Stigma-Management im Laufe des Lebens, aber auch durch die politischen und gesellschaftlichen Transformationsprozesse veränderte. Auf diese Fragen liefert die empirisch fundierte Typenbildung der vorliegenden Studie unterschiedliche Antworten. Bei den von mir konstruierten Typen der Bearbeitung der Behinderung – genauer gesagt, der Bearbeitung von Stigmatisierungen und Diskriminierungen – wird vom Einzelfall auf gleichartige Fälle geschlossen, die nach ähnlichen Regeln funktionieren. Dabei werden die Verallgemeinerungen nicht im numerischen, sondern theoretischen Sinne vorgenommen. Gerade die historische und politische Gegebenheit Ungarns verstärkte und vertiefte die Diskriminierungsprozesse gegenüber Menschen mit Behinderung, wobei die Auswirkungen der politischen und gesellschaftlichen Transformationsprozesse erst durch die Ergebnisse dieser interpretativen Studie näher betrachtet und in ihrer Komplexität besser verstanden werden können. Die Analyse beinhaltet also sowohl die Rekonstruktion des biografischen Verlaufs im persönlichen Umgang mit einer körperlichen Behinderung bzw. mit den Stigmatisierungen aufgrund einer körperlichen Behinderung; sie bezieht aber auch den gesellschaftlichen Umgang mit Behinderungen und dessen Wandel mit ein. Gesellschaft und Individuum werden dabei nicht als dualistische Gegensätze betrachtet, sondern in ihrem Wechselverhältnis und ihrer gegenseitigen Bedingtheit untersucht.
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Moritz Adolf Spitzer (1827–1908): Am Webstuhl der Geschichte. Emanzipation, Assimilation und jüdisches Selbstverständnis im Kaisertum Österreich aus Sicht eines vergessenen LaienautorenLinsler, Carl-Eric 31 July 2019 (has links)
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Was bleibt? Erinnerungen an die VolksschuleNader, Michael 27 January 2016 (has links) (PDF)
Was bleibt? Erinnerungen an die Volksschule.
Die vorliegende Arbeit ist eine Explorationsstudie, welche die Erinnerungen an die Volksschulzeit von ehemaligen Schülerinnen und Schülern in Niederösterreich von den 1930ern bis zu den 2000ern Jahren beschreibt. Auf Basis einer qualitativen und einer quantitativen empirischen Untersuchung werden diese Erinnerungen in Jahrzehntenkohorten anhand von neun Kategorien beschrieben und in quasizeitlichen Verläufen abgebildet. Den Abschluss der Arbeit bildet eine Theorie von Volksschulerinnerungen, wie diese auf individueller und auf systemischer Ebene rekonstruiert werden konnten.
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Was bleibt? Erinnerungen an die Volksschule: Eine empirische Studie zur LehrprofessionalitätNader, Michael 25 January 2016 (has links)
Was bleibt? Erinnerungen an die Volksschule.
Die vorliegende Arbeit ist eine Explorationsstudie, welche die Erinnerungen an die Volksschulzeit von ehemaligen Schülerinnen und Schülern in Niederösterreich von den 1930ern bis zu den 2000ern Jahren beschreibt. Auf Basis einer qualitativen und einer quantitativen empirischen Untersuchung werden diese Erinnerungen in Jahrzehntenkohorten anhand von neun Kategorien beschrieben und in quasizeitlichen Verläufen abgebildet. Den Abschluss der Arbeit bildet eine Theorie von Volksschulerinnerungen, wie diese auf individueller und auf systemischer Ebene rekonstruiert werden konnten.
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Biographien jüdischer Frauen: Ein großbürgerliches Frauenleben für die moderne Kunst – Der Rückblick der Berliner Kunstsammlerin Margarete MauthnerAugustin, Anna-Carolin 13 August 2019 (has links)
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Gedenke des ganzen Weges, den dich der Herr, dein Gott, geführt hat (Dtn 8,2) : eine praktisch-theologische Studie zur Bedeutung von Biografiearbeit für die pastorale Begleitung von Menschen in der nachberuflichen Lebensphase / You shall remember all the way which the Lord your God has led you (Dtn 8,2) : a practical theological study of the significance of biography work for pastoral care with persons in the post employment phase of lifeSchulz, Ursula (Theologian) 11 1900 (has links)
Text in German, summaries in English and German / Alter und Altern gilt in Deutschland derzeit als eines der wichtigsten Zukunftsfelder
wissenschaftlicher Forschung. Dabei liegt ein besonderes Augenmerk auf der
nachberuflichen Lebensphase, dem so genannten dritten Lebensalter. Eine
Gesellschaft des um 20-30 Jahre verlängerten Lebens bei meist guter Gesundheit ist
kulturgeschichtlich ein neues Phänomen für das es keine Vorbilder gibt, so dass der
jetzigen Generation der „jungen Alten“ eine gestalterische Aufgabe für sich und die
Nachfolgegenerationen zukommt.
Diese Arbeit befasst sich mit dem Thema Altern zunächst aus humanistischer und
daran anschließend aus biblisch-theologischer Sicht. Diese beiden Kapitel enthalten
grundlegende Aussagen zum Thema Altern aus unterschiedlichen Disziplinen und
beziehen diese, wo möglich, aufeinander. Sie bilden die Grundlage und
Voraussetzung für das Folgekapitel, in dem Bedeutung, Möglichkeiten und Grenzen
von Biografiearbeit als praktisch-theologisches Bildungsangebot in der pastoralen
Begleitung von Menschen in der nachberuflichen Lebensphase untersucht werden.
Dabei wird offensichtlich, dass sowohl gerontologische Literatur als auch biblische
Texte Biografiearbeit an einschneidenden Wendepunkten des Lebens als eine
wichtige Voraussetzung für gelingendes Leben darstellen. Der Person und der
Professionalität der Anleiterin kommen in dem Prozess biografischer Selbstreflexion
mit älteren Menschen eine tragende Rolle zu. / Old age and the process of aging is currently one of the most important fields for
future scientific study and research. Special focus is centered on the post-career
phase. A society where life is prolonged for an extra 20 to 30 years, most of which
are spent in reasonably good health, is culturally speaking a recent phenomenon for
which there are no historical models. It follows, that the current generation bears a
great responsibility in shaping and moulding this stage in their lives not only for
themselves but also for future generations.
This dissertation concentrates on the theme of aging, first from a humanistic point of
view, and secondly by focusing on biblical and theological aspects. Both of these
chapters contain fundamental and important statements regarding the subject of
aging as seen from different disciplines, and, wherever possible, with reference to
each other. They build the basis and prerequisite for the following chapter in which
the significance and possibilities as well as the limits of biography work is researched
in view of pastoral care and training for elderly people in the post employment phase
of their life.
It becomes obvious, that not only gerontological literature but also biblical texts depict
biographical work as an important prerequisite for a life experienced as being
successful, especially at drastic turning points in life. A vital part in biographical
reflection with elderly people is played by the person and professionalism of the
instructor. / Philosophy, Practical and Systematic Theology / M. Th. (Practical Theology)
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