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Chirurgische Genauigkeit eines optoelektrischen Navigationssystems in der Kopf- und Hals- Chirurgie

Einleitung
Die Navigation in der Nasennebenhöhlenchiurgie hat bereits Einzug in den klinischen Alltag gehalten. Zur Evaluierung ihrer Leistungsfähigkeit bedarf es der Überprüfung der chirurgischen Genauigkeit am Patienten. Die Durchführung einer Genauigkeitsstudie am Patienten ist aus ethischen und methodischen Gründen nicht zu realisieren. Eine Phantomstudie soll eine realistische und ausführliche Genauigkeitsstudie ermöglichen. Besonderes Augenmerk wird in dieser Studie auf die Registrierung gelegt.

Material und Methoden
Gegenstand der Untersuchungen ist ein optoelektrisches Navigationssystem der Firma Karl Storz (NPU). Zur Evaluierung der Auswirkung der Registrierung auf die Navigationsgenauigkeit wurden die Registrierungspunkte in verschiedenen Mustern angeordnet. Es wurde das Registrierungsmuster der Standardregistrierung zwei weiteren gegenübergestellt. Zum einen wurden die Registrierungspunkte enger und zum anderen weiter gesetzt. Es standen zwölf HNO-ärztliche Probanden zur Verfügung. Die Aufgabe bestand darin, insgesamt zehn mit einer Titanschraube markierten Landmarken unter endoskopischer Kontrolle mit der Pointerspitze zu berühren. Die korrespondierenden Koordinaten wurden dokumentiert. Durch eine Vektorrechnung wird die Abweichung vom Soll- und Ist-Wert berechnet.

Ergebnisse

Es konnten insgesamt 1800 gültige Messdaten für die Abweichung aus 5400 Koordinaten ermittelt werden. Die Ergebnisse sind überwiegend normalverteilt. Die durchschnittliche Genauigkeit für die Standardregistrierung betrug 3,51 mm bei einer Präzision von 1,17 mm und einer maximalen Abweichung bis 5,87 mm. Für die Registrierung mit dem größeren Volumen konnte eine chirurgische Genauigkeit ermittelt werden von 3,43 mm mit einer Präzision von 0,83 mm und maximalen Abweichung von 4,78 mm. Für die Registrierung mit dem betrug die chirurgische Genauigkeit 4,15 mm, die Präzision 1,55 mm und die maximale Abweichung 7,11 mm.

Schlussfolgerungen
Die vorliegende Studie konnte zeigen, dass mit der derzeit durchgeführten Standardregistrierung ausreichende, konstante und zuverlässige Navigationsgenauigkeiten erzielt werden können. Es konnten keine signifikanten Unterschiede zur Registrierung mit dem größeren Volumen, jedoch zur Registrierung mit dem kleineren Volumen, nachgewiesen werden. Die Navigationsgenauigkeit ist keine konstante Größe. Die Genauigkeit variiert nach Lage der anatomischen Struktur, abhängig davon, ob sie im Zentrum der Referenzpunkte liegt. Es konnte gezeigt werden, dass über die Qualität der Registrierung Einfluss auf die Navigationsgenauigkeit genommen werden kann. Desweiteren kann von einer Abhängigkeit vom Anwender ausgegangen werden. Hier sind jedoch weiterführende Untersuchungen mit größeren Probandenzahlen erforderlich. Die in dieser Studie erzielten Ergebnisse sind mit Angaben anderer Studien vergleichbar.

Identiferoai:union.ndltd.org:DRESDEN/oai:qucosa.de:bsz:15-qucosa-100362
Date29 November 2012
CreatorsKlappstein, Andrea
ContributorsUniversität Leipzig, Medizinische Fakultät, Professor Gero Strauss, Professor Andreas Dietz, Professor Jürgen Meixensberger
PublisherUniversitätsbibliothek Leipzig
Source SetsHochschulschriftenserver (HSSS) der SLUB Dresden
Languagedeu
Detected LanguageGerman
Typedoc-type:doctoralThesis
Formatapplication/pdf

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