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Evangelikale in Sachsen: Ein Bericht

Als Evangelikale werden heute zumeist bibeltreue evangelische Christen in Deutschland bezeichnet. Für sie ist die Bibel Lebens- und Glaubensgrundlage. Sie glauben häufig nicht nur an Gott, sondern auch an das Böse, an den Teufel, sie glauben an das Jüngste Gericht und sie glauben, dass Jesus auf die Erde zurückkommt. Sie berufen sich auf ein konservativ protestantisches Verständnis, das dem persönlichen Glauben, der (teilweise als irrtumsfrei angesehenen) biblischen Autorität und der Evangelisation verpflichtet ist. Außerdem haben unter Evangelikalen häufig individuelle Erweckungs- und Bekehrungserlebnisse zentrale Bedeutung. Evangelikale gehören verschiedenen protestantischen Konfessionen an. Sie können sich als reformiert, lutherisch, baptistisch, methodistisch oder anglikanisch verstehen, aber auch konfessionsübergreifenden Gruppierungen angehören. Experten sprechen von einer weltweiten evangelikalen Bewegung, deren Anhängerschaft sich seit den siebziger Jahren verdoppelt hat und der sich laut eigenen Angaben gegenwärtig etwa eine halbe Milliarde Menschen zurechnen. Der evangelikale Dachverband Deutsche Evangelische Allianz spricht von etwa 1,3 Millionen so genannter „Bekennender Christen“ in Deutschland. Schätzungen zufolge fühlt sich etwa die Hälfte von ihnen den Freikirchen, unabhängigen Gemeinden oder Hauskirchen zugehörig, während die andere Hälfte Gemeinden der Evangelisch Lutherischen Landeskirche Sachsens angehört.
Redaktionsschluss: Januar 2014

Identiferoai:union.ndltd.org:DRESDEN/oai:qucosa:de:qucosa:83766
Date12 April 2023
CreatorsStange, Jennifer
PublisherWeiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen
Source SetsHochschulschriftenserver (HSSS) der SLUB Dresden
LanguageGerman
Detected LanguageGerman
Typeinfo:eu-repo/semantics/publishedVersion, doc-type:book, info:eu-repo/semantics/book, doc-type:Text
SourceSchriften zur Demokratie
Rightsinfo:eu-repo/semantics/openAccess

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