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Alternative Verfahren zur Herstellung von Biokraftstoffen aus Reststoffen: abgeschlossene Vorhaben im BMU-FörderprogrammThrän, Daniela, Pfeiffer, Diana 18 July 2022 (has links)
Naturwissenschaft und Technik können die globalen Energieprobleme
nicht vollständig lösen – aber sie können ihren Beitrag zur
Lösung liefern. Regionale biogene Rest- und Abfallstoffe, die synthetisches
Erdgas für die Kommune liefern; heimische Biorohstoffe,
die einer konsequenten Kaskadennutzung aus stoffl icher und
energetischer Nutzung unterworfen werden; Landschaftsbiomassen,
die über Vergaser und Mikroturbinen zur dezentralen Stromund
Wärmeerzeugung beitragen – das alles greift nicht nach den
Sternen, sondern zeigt regionale Möglichkeiten zur nachhaltigen
Energiebereitstellung auf.
Neben Strom und Wärme ist auch Mobilität längst zu einem
Grundbedürfnis geworden. Darüber hinaus wird durch die weltweit
voranschreitende Urbanisierung, verbunden mit einer wachsenden
örtlichen Trennung von Wohn- und Agrarregionen, auch
der Warenverkehr zunehmend essentiell.
Die Substitution fossiler Energieträger im Segment der Kraftstoffe
ist daher eine wichtige Säule im Prozess hin zur nachhaltigen
Energiewirtschaft. Angesichts der aktuellen Diskussionen um
Landnutzungsänderungseffekte und Tank-Teller-Trog-Problematik
kommt hier reststoffbasierten Biokraftstoffen eine besondere
Bedeutung zu. Auch wenn neue Fördermethoden für fossile Energieträger
derzeit weltweit zu einer Diversifi zierung führen – das
Grundsatzproblem der Treibhausgasemissionen und anderer Klima-
und Umwelteffekte bleibt natürlich bestehen.
Daher stellten die Biokraftstoffprojekte bisher einen wichtigen
Bestandteil im BMU-Förderprogramm „Energetische Biomassenutzung“
dar, und darum war es 2010 auch angeraten, sie
in einer eigenen „Fokusgruppe Biokraftstoffe“ zu bündeln. Zukünftig
sollen reststoff- und abfallbasierte Biokraftstoffprojekte
außerhalb des Förderprogramms unterstützt werden. Es ist zu
wünschen, dass dieses gesellschaftlich wie wirtschaftlich bedeutende
Themenfeld auch weiterhin in der Forschungslandschaft
der Bundesrepublik verankert bleibt.
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Festschrift - Konferenz 5 Jahre Förderprogramm „Energetische Biomassenutzung“: Wege zur effizienten BioenergieThrän, Daniela, Pfeiffer, Diana 18 July 2022 (has links)
Am 14. und 15.11.2013 fand
die Jubiläums-Konferenz des
Förderprogramms unter dem
Motto „Fünf Jahre Förderprogramm
„Energetische Biomassenutzung“
– Wege zur
effizienten Bioenergie“ mit
über 200 Teilnehmern aus
Wissenschaft, Praxis und
Politik in Leipzig statt. Auf
der Jahreskonferenz zog das
Förderprogramm Bilanz und
Wissenschaftler sowie Anwender
stellten effiziente und nachhaltige Lösungen im Bereich der Bioenergie
vor. Ein Resümee der Veranstaltung liegt Ihnen mit dieser Festschrift vor.
Im Fokus der Veranstaltung standen besonders Projekte, deren Forschung
sich vor allem durch hohe (Klima-)Effizienz, hohe Verstromungswirkungsgrade
bei gleichzeitiger Wärmenutzung, Erhöhung der Substratflexibilität oder
auch die Anpassung und Regelbarkeit für eine bedarfsgerechte Stromerzeugung auszeichnen.
Die Technologieentwicklung systematisch in den Blick genommen hat ein
Workshop am Rande der Konferenz. Im Projekt „Meilensteine 2030 - Elemente
und Meilensteine für die Entwicklung einer tragfähigen nachhaltigen
Bioenergiestrategie“ analysieren die Wissenschaftler, je nach erwarteten
Rahmenbedingungen und Lerneffekten, unterschiedliche Szenarien für das
Jahr 2050, die sowohl die politischen Prioritäten als auch die Ressourcenverfügbarkeit
und etwaige Auswirkungen der Nutzung berücksichtigen. Die
hierbei verwendeten Technologiedaten und Ergebnisse werden in einem
mehrstufigen Prozess mit Experten aus dem Förderprogramm, der Politik
und Praxis diskutiert und abgeglichen.
Die Zukunft der Bioenergie in Hinblick auf die aktuellen politischen und
wissenschaftlichen Entwicklungen beleuchteten besonders Herr Dr. Dreher
(ehemals BMU, jetzt BMWi) und der Generalsekretär des Sachverständigenrates
für Umweltfragen Prof. Dr. Hey in Ihren Vorträgen. Sie betonen,
dass der Ausbau der Bioenergie nicht durch Erhöhung der Anlagenzahl gewährleistet
werden könne, sondern durch Qualität. Hey plädiert dabei für
einen klugen Einsatz von Biomasse, der nur gelänge, wenn angepasste und
erprobte Technologien auf dem Markt seien. Damit Bioenergie jedoch umweltverträglich
und kostengünstig genutzt werden könne, ist noch einiges
an Forschung und Entwicklung zu leisten, unterstreicht Herr Dr. Dreher. Und
genau dieser Technologienentwicklung und -optimierung hat sich das Förderprogramm
verschrieben.
Die Besonderheit des Förderprogramms „Energetische Biomassenutzung“
liegt ganz klar darin, dass es das bisher wenig genutzte Potenzial der biogenen
Reststoffe adressiert. Ob Reststoffe aufgrund ihrer ökologischen Vorteile
und ihres Wertschöpfungspotenzials die Lösung für eine nachhaltige Bioenergienutzung
sein könnten, wurde kontrovers auf der Podiumsdiskussion
zur Konferenz „Bioenergie aus Reststoffen – Verheißung oder Schuss in den
Ofen?“ diskutiert. Bei den betrachteten Reststoffen handelt es sich vor allem
um Reststoffe aus dem häuslichen, gewerblichen und industriellen Bereich,
um kommunalen Grünschnitt, Naturschutz- und Landschaftspflegematerialien.
Die Podiumsdiskussion brachte nachdrücklich zum Ausdruck, dass geeignete
Rahmenbedingungen für die Nutzung von Reststoffen gegeben sein
müssen und ihre Erschließung „mit Augenmaß“ erfolgen müsse.
Die Anwendungen verschiedener Bioenergietechnologien haben einen hohen
Forschungs- und Entwicklungsstand erreicht und machen sich für die
künftigen Herausforderungen einer nachhaltigen Energieversorgung zunehmend
bereit. So kann man gespannt sein, was das Förderprogramm „Energetische
Biomassenutzung“ in den nächsten Jahren an Erneuerungen in Richtung
Klima-, Kosten- und Energieeffizienz auf den Weg bringt, um Biomasse
künftig zielgerichtet und hochwertig zur Energieversorgung zu nutzen. Denn
eins ist sicher, nur so kann die Bioenergie im Markt von morgen bestehen.
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Ideenwerkstatt Neue Produkte für die Bioökonomie: Bioeconomy meets Circular Economy - Rest- und Abfallstoffe für die bio-basierten Produkte von morgen : 29. Juni 2016, LeipzigNelles, Michael 27 July 2022 (has links)
Mit der Veranstaltung „Ideenwerkstatt Neue Produkte für die Bioökonomie:
Bioeconomy meets Circular Economy – Rest- und Abfallstoffe für die
bio-basierten Produkte von morgen“ am 29.06.2016 im Leipziger KUBUS
wurde ein Raum für Wissenschaftler, Unternehmen und Doktoranden aus
dem Raum Leipzig geschaffen, um ihre Ideen für die Förderausschreibung
„Neue Produkte für die Bioökonomie“ vorzustellen, weiter zu entwickeln
und Teams für die Projektphase zu bilden. Ziel war es, in den Workshops
die Konzepte Bioökonomie & Kreislaufwirtschaft integriert zu betrachten
und innovative Lösungen im Sinne einer „circular bio-economy“ neu zu
denken.
Die ganztägige Veranstaltung hat diesen Prozess in zweifacher Weise begleitet
und unterstützt. Im ersten Teil der Veranstaltung wurden aktuelle
Entwicklungen aus dem Bereich Biökonomie & Kreislaufwirtschaft, Best–
Practice–Beispiele sowie relevante Förderprogramminformationen vorgestellt.
Im zweiten Teil der Veranstaltung engagierten sich die Teilnehmer
aktiv in zwei Workshops, stellen ihre Ideen für den Wettbewerb vor, diskutierten
diese und konnten Kontakte zu möglichen Kooperationspartnern
knüpfen.
Der vorliegende Band bietet die Möglichkeit, die Vorträge und Abstracts noch einmal nachzuvollziehen. Ein kurzer
Überblick zu den vorgestellten Ideen soll zeigen, welches breite Spektrum die neuen Produkte der Bioökonomie
abdecken können.
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Methods for measuring emissions of particulate matter from solid biomass combustionSchröder, Torsten, Lenz, Volker, von Sonntag, Justus, Ulbricht, Tobias, Khalsa, Jan, Heidecke, Patric, Stahl, Esther, Schön, Claudia, Hartmann, Hans, Kuptz, Daniel, Woltersdorf, Niels, Kunde, Robert, Adeili, Mamun, Volz, Florian 02 August 2022 (has links)
No description available.
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Wärmerückgewinnung aus Gülle: Ökonomische Bewertung der Wärmerückgewinnung aus der Gülle in der Schweinezuchtanlage BortewitzPommer, René 12 August 2020 (has links)
In einen Schweinestall wurde eine „Güllekühlung“ installiert, die aus zwei Wärmetauschern sowie etwa 6,5 km Kühlleitung besteht. Die Wärmetauscher erreichten eine Leistungszahl von 3,21. In einem Jahr werden damit 370 MWh Wärme aus Gas durch 115 MWh Strom ersetzt. Rechnerisch entspricht das einer Verminderung der CO2-Emissionen um 32 t. Die Investition ist wirtschaftlich darstellbar.
Der Bericht zeigt Stallplanern sowie landwirtschaftlichen Nutztierhaltern eine innovative Lösung zur wirtschaftlichen Optimierung bei gleichzeitiger Senkung der Treibhausgasemissionen.
Redaktionsschluss: 07.10.2019
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Effiziente Bioenergie für Regionen: Ergebnisse der technisch-ökonomischen Begleitforschung zur Fördermaßnahme Bioenergie-Regionen 2012-2015 : SchlussberichtBohnet, Sebastian, Haak, Falko, Thrän, Daniela, Schmidt-Baum, Torsten 07 July 2022 (has links)
Der vorliegende Endbericht beschreibt die in der 2. Förderphase des Wettbewerbs Bioenergie-Regionen
erzielten Ergebnisse der technisch-ökonomischen Begleitforschung. Der Fokus der technischökonomischen
Begleitforschung lag auf der Aktualisierung und Weiterentwicklung der bereits in der
ersten Förderphase erarbeiten Ansätze zum Monitoring der Bioenergienutzung in den Bioenergie-
Regionen (Modul I). Er wurde erweitert um eine neue Methode, die eine Effizienzbestimmung von biomassebasierten
Wertschöpfungsketten und damit die Weiterentwickung der regionalen Bioenergienutzung
unterstützt. Dabei lag der Fokus insbesondere auf der Anwendbarkeit der einzelnen Methoden.
Hierdurch und durch verschiedene praxisnahe Workshops in den Regionen sowie themenbezogenen
Publikationen wurde der Erfahrungsaustausch zwischen beteiligten Akteuren und der interessierten
Öffentlichkeit gefördert.
Letztlich wurden durch Auswertung von Fallbeispielen, Interviews und Literaturanalysen für die regionalen
Akteure praktische Empfehlungen für prioritäre Handlungsfelder erarbeitet. Hierzu zählen beispielsweise
der Einsatz bisher weniger bzw. ungenutzter Substrate sowie für eine verbesserte Nutzung
der in den Biogasanlagen anfallenden Abwärme (Modul II).
Nachfolgend sind die abgeleiteten Erkenntnisse der Begleitforschung themenspezifisch zusammengefasst.
Der sich daraus ergebende weitere Forschungsbedarf wird entsprechend dargelegt.
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Biomasse zur Wärmeerzeugung - Methoden zur Quantifizierung des BrennstoffeinsatzesRönsch, Cornelia, Sauter, Philipp, Bienert, Kathrin, Schmidt-Baum, Torsten, Thrän, Daniela 07 July 2022 (has links)
Im Rahmen des BMU/PTJ-Vorhaben „Wechselwirkung der
Markteinführungsinstrumente auf die energetische Nutzung von Biomasse“ (03MAP182) im
Arbeitspaketes 12 zur „Methodikentwicklung biogene Wärme“ ergab sich das Ziel, eine systematische Herangehensweise
zur Aufnahme der durch Biomasse bereitgestellten Wärme zu entwickeln und Ansätze für deren
Fortschreibung aufzuzeigen.
Grundlage hierfür bildet die Analyse der Berichtspflichten und den daraus resultierenden Anforderung
an den Detailierungsgrad der Ergebnisse sowie eine Betrachtung des (biogenen) Wärmemarktes.
Zudem werden sämtliche, für dieses Vorhaben relevante Datenquellen hinsichtlich Methodik,
Gliederung und Verfügbarkeit analysiert und für die Verwertbarkeit in diesem Vorhaben bewertet. Kern
des vorliegenden Berichtes ist die nach Bioenergieträgern differenzierte Abbildung des methodischen
Ansatzes zur Quantifizierung des Brennstoffeinsatzes und Wärmeerzeugung. Hierbei wird sowohl der
Weg für den Status Quo (2008 bis 2011) aufgezeigt, als auch Ansätze für die Fortschreibung des
Brennstoffeinsatzes beschrieben. Vorbereitend findet eine Gegenüberstellung und Bewertung des
verfügbaren Zahlenmaterials statt. Aufbauend auf der Datenanalyse und der entwickelten Methodik
werden Handlungsempfehlungen für die Schließung weiterhin bestehender Datenlücken einerseits und Vorschläge zur Verbesserung bestehender Datenquellen andererseits ausgewiesen.
Ziel dieses Vorhabens ist die Erarbeitung einer methodischen Grundlage für die Erfüllung der
nationalen und internationalen Berichtspflichten sowie Fachinformationen im Kontext Wärmenutzung
aus Biomasse. Zu diesem Zweck werden nachstehend die Berichtspflichten sowie Fachinformationen
analysiert und die darin enthaltenen Anforderungen an die Ergebnisdarstellung zusammengefasst.
Ergänzend dazu werden der Wärmemarkt im Allgemeinen und der Einsatz von Biomasse zur
Wärmeerzeugung im Speziellen dargestellt und auf die Bandbreite der Technologien eingegangen.
Vorangestellt werden zunächst verschiedene Biomassen – nachstehend Bioenergieträger genannt – und Sektoren voneinander abgegrenzt
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Basisinformationen für eine nachhaltige Nutzung landwirtschaftlicher Reststoffe zur BioenergiebereitstellungZeller, Vanessa, Weiser, Christian, Hennenberg, Klaus, Reinicke, Frank, Schaubach, Kay, Thrän, Daniela, Vetter, Armin, Wagner, Bernhard 18 July 2022 (has links)
Der Ausbau von erneuerbaren Energien ist ein wesentlicher
Baustein auf dem Weg zu einer nachhaltigen und sicheren
Energieversorgung und zur Minderung von Treibhausgasemissionen.
Auf europäischer und nationaler Ebene hat sich die
Bundesregierung zur Umsetzung einer Reihe von energie- und
klimapolitischen Zielen verpflichtet. Der Anteil von erneuerbaren
Energien soll bis zum Jahr 2020 auf mindestens 18 Prozent
und im Verkehrssektor auf mindestens 10 Prozent des
Endenergieverbrauchs steigen. Bioenergie und Biokraftstoffe
spielen hier eine wichtige Rolle.
Um die gesellschaftliche Akzeptanz für den Ausbau von Bioenergie
sicherzustellen, muss die Nutzung von Biomasse
nachhaltig erfolgen. Im Bereich Bioenergie sind die europaweite
zügige Umsetzung der Nachhaltigkeitsanforderungen
für Biokraftstoffe und flüssige Biobrennstoffe sowie deren
kontinuierliche Weiterentwicklung im Lichte neuer wissenschaftlicher
Erkenntnisse wichtig.
Die Nutzung von – bislang ungenutzten – Rest- und Abfallstoffen
im Bereich Biokraftstoffe bietet Vorteile: eine günstigere
Klimabilanz sowie die Vermeidung von Nutzungskonkurrenzen und indirekten Landnutzungsänderungen.
Stroh gehört zu den Reststoffen mit dem größten bislang ungenutzten Potenzial: In
Deutschland fallen im langjährigen Durchschnitt insgesamt rund 30 Millionen Tonnen Getreidestroh
pro Jahr an, wenngleich die Verfügbarkeit sich in den Regionen unterscheidet
und vereinzelt regionale Knappheiten auftreten können. Ein Großteil des Getreidestrohs ist
noch ungenutzt und bietet eine große Chance für die energetische Nutzung.
Aus diesem Grund wird die Mobilisierung dieser Ressourcen von der Bundesregierung unterstützt,
unter anderem durch die doppelte Gewichtung von Biokraftstoffen, die aus Reststoffen
wie Stroh produziert werden.
Die nachfolgenden Beiträge sollen weitergehende Informationen über landwirtschaftliche
Reststoffe (Potenzial nachhaltig verfügbarer Reststoffe, Strohnutzungskonzepte, ökonomische Aspekte) vermitteln.
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Methodenhandbuch Stoffstromorientierte Bilanzierung der Klimagaseffekte: Methoden zur Bestimmung von Technologiekennwerten, Gestehungskosten und Klimagaseffekten von Vorhaben im Rahmen des BMU-Förderprogramms „Energetische Biomassenutzung“Thrän, Daniela, Pfeiffer, Diana 18 July 2022 (has links)
Optimierungen mit mehr als einer Zielgröße haben es in sich – das weiß jeder Forscher
und jede Forscherin, die sich mit der Weiterentwicklung von Prozessen und Konzepten beschäftigt
hat. Effizienter Klimaschutz, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit sind die Ziele,
denen sich das BMU-Förderprogramm zur „Optimierung der energetischen Biomassenutzung“
(Kurztitel: „Energetische Biomassenutzung“) im Rahmen der Klimaschutzinitiative
verschrieben hat. Auch wenn diese Ziele auf den ersten Blick nicht widersprüchlich erscheinen,
ergeben sich doch bei näherem Hinsehen generelle Definitionsfragen (z. B. was ist ein
nachhaltiges Biomassepotenzial) als auch Unwägbarkeiten, in wieweit man sich das eine
im Detail vornehmen und das andere trotzdem lassen kann (z. B. bei der Betrachtung von
Umwelteffekten). Und Optimierung braucht immer Messgrößen für ihre Bestimmung. Auch
hier sind von generellen Fragen bis hin zur spezifischen Festlegung der Systemgrenzen ein
Strauß von Einzelfragen aufgeworfen – ohne Aussicht auf zweifelsfreie und allgemeingültige
Antworten. In der Summe heißt das: Der Versuch, Bewertungsmethoden zu harmonisieren
und einfach und transparent möglichst vielen Forschungsvorhaben verfügbar zu
machen, ist risikobehaftet, mühsam und im Ergebnis immer ein Kompromiss.
Das hier vorgelegte Methodenhandbuch versteht sich als eben solcher Kompromiss: es
bietet Ansatzstellen, die vielfältigen Einzelvorhaben des Programms „Energetische Biomassenutzung“
zusammen zu führen und die Anschlussfähigkeit der Bewertungsergebnisse zu
verbessern. Die vorgeschlagenen Dokumentationsvorlagen und Methoden basieren dabei
auf dem Stand der Wissenschaft und reichen von der Berichterstattung (wie vorgegangen
wurde) bis zur detailliert benannten Berechnungsmethode. Sie beschränken sich auf ausgewählte
Fragestellungen und liefern keine vollständige Nachhaltigkeitsbewertung. Es ist
das Ergebnis eines vierjährigen Diskussionsprozesses, für dessen Unterstützung ich allen
Programmbeteiligten danke. Wertvolle Beiträge wurden in Arbeitsgruppen und Workshops
generiert, an dieser Stelle sei das Engagement der Arbeitsgruppen „Potenziale“, „Ökobilanzen“,
„Thermochemische Vergasung“ und „Referenzsysteme“ besonders erwähnt.
Die hier vorgelegte Fassung des Methodenhandbuchs steht nun zur Anwendung zur Verfügung
und bildet mit den abgestimmten Referenzsystemen nicht zuletzt auch eine Brücke
zur Gesamteinordnung der Forschungsvorhaben und des Förderprogramms in die Klimaschutzinitiative
der Bundesregierung. Zweifelsohne können die dargestellten Ansätze und
Berechnungsverfahren nur einen ersten Aufschlag darstellen, der sowohl wissenschaftlich
als auch in der praktischen Anwendung weiter entwickelt werden kann und soll. Für diese
und die weiteren Herausforderungen rund um Methodenharmonisierungen ist auch in Zukunft
die konstruktive und fruchtbare Zusammenarbeit im Programm unerlässlich. Dahinter
stehen unverändert das Ziel und die Notwendigkeit, die energetische Biomassenutzung
Schritt für Schritt weiter zu optimieren.
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Methodenhandbuch Stoffstromorientierte Bilanzierung der Klimagaseffekte: Methoden zur Bestimmung von Technologiekennwerten, Gestehungskosten und Klimagaseffekten von Vorhaben im Rahmen des BMU-Förderprogramms „Energetische Biomassenutzung“Thrän, Daniela, Pfeiffer, Diana 01 August 2022 (has links)
Optimierungen mit mehr als einer Zielgröße haben es in sich – das weiß jeder Forscher und jede
Forscherin, die sich mit der Weiterentwicklung von Prozessen und Konzepten beschäftigt hat. Reduktion
der Treibhausgasemissionen und Energieeffizienz bei gleichzeitiger Versorgungssicherheit
und Wettbewerbsfähigkeit sind die Ziele, denen sich das BMWi-Forschungsnetzwerk Bioenergie
im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms verschrieben hat. Um diesem Zielbündel
gerecht zu werden, müssen Begrifflichkeiten (z. B. was ist ein nachhaltiges Biomassepotenzial),
generelle Bewertungsgrößen (z. B. für die gemeinsame Betrachtung von Treibhausgasreduktion
und Energieeffizienz) als auch Erwartungen an die Detailtiefe, also was kann weggelassen
werden, ohne das Gesamtergebnis zu verfälschen bzw. zu sehr zu beeinflussen (z. B. bei der
Betrachtung von Umwelteffekten) im Vorfeld und projektübergreifend festgelegt werden. Und Verbesserung
und Optimierung braucht immer Messgrößen für ihre Bestimmung. Auch hier sind
von generellen Fragen bis hin zur spezifischen Festlegung der Systemgrenzen ein Strauß von
Einzelfragen aufgeworfen – ohne Aussicht auf zweifelsfreie und allgemeingültige Antworten. In
der Summe heißt das: Der Versuch, Bewertungsmethoden zu harmonisieren und einfach und
transparent möglichst vielen Forschungsvorhaben verfügbar zu machen, ist risikobehaftet, mühsam
und im Ergebnis immer ein Kompromiss.
Das hier vorgelegte Methodenhandbuch versteht sich als eben solcher Kompromiss: es bietet
Ansatzstellen, die vielfältigen Einzelvorhaben des Forschungsnetzwerkes Bioenergie zusammen
zu führen und die Anschlussfähigkeit der Bewertungsergebnisse zu verbessern. Die vorgeschlagenen
Dokumentationsvorlagen und Methoden basieren dabei auf dem Stand der Wissenschaft
und reichen von der Berichterstattung (wie vorgegangen wurde) bis zur detailliert benannten
Berechnungsmethode. Sie beschränken sich auf ausgewählte Fragestellungen und liefern keine
vollständige Nachhaltigkeitsbewertung. Die nun 5. Ausgabe ist das Ergebnis eines dreijährigen
Diskussionsprozesses, für dessen Unterstützung ich allen Beteiligten danke. Wertvolle Beiträge
wurden in Arbeitsgruppen und Workshops des Netzwerks generiert.. Erstmals beziehen die Bewertungsansätze auch die flexible Energiebereitstellung mit in die Betrachtungen ein.
Die hier vorgelegte Fassung des Methodenhandbuchs steht nun zur Anwendung zur Verfügung
und bildet mit den abgestimmten Referenzsystemen nicht zuletzt auch eine Brücke zur Gesamteinordnung der Forschungsvorhaben und des Netzwerks in das Energieforschungsprogramm der
Bundesregierung. Zweifelsohne können die dargestellten Ansätze und Berechnungsverfahren
nur einen ersten Aufschlag darstellen, der sowohl wissenschaftlich als auch in der praktischen
Anwendung weiterentwickelt werden kann und soll. Für diese und die weiteren Herausforderungen
rund um Methodenharmonisierungen ist auch in Zukunft die konstruktive und fruchtbare
Zusammenarbeit im Netzwerk unerlässlich. Dahinter stehen unverändert das Ziel und die Notwendigkeit, die energetische Biomassenutzung Schritt für Schritt weiter zu optimieren / It is not an easy task trying to optimise the production of bioenergy with more than one target in
mind – every researcher who deals with the development of processes and ideas is well aware
of this this. The reduction of greenhouse gas emissions and energy efficiency combined with
security of supply and competitiveness are the goals to which the BMWi Bioenergy Research
Network has committed itself within the framework of the 7th Energy Research Programme.. To
meet this set of goas, concepts (e. g. what is a sustainable biomass potential), general evaluation
parameters (e. g. for the joint assessment of greenhouse gas reduction and energy efficiency) as
well as expectations of the level of detail, i. e. what can be omitted without distorting the overall
result or influencing it too much (e. g. when considering environmental effects) must be defined
in advance and across the projects. Furthermore, improvement and optimisation always requires
more empirical data to determine the limits of the system. Without these pieces of information
the level of uncertainty becomes even more greater making the validity of results more difficult
to conclude. The implications of this is that there is a great need to provide transparency and
harmonisation amongst evaluation methods. The only means of doing so is by providing information
and empirical data for as many research projects as possible. This is an arduous task and in
many cases can be fraught with risk for the researcher involved and will no doubt always end in
some sort of compromise.
This method handbook considers itself to be such a compromise: it provides points of contact
which bring together the diverse projects of the Bioenergy Research Network and as such improves the connectivity of the evaluation findings. The suggested method documentations are
based on the current state of scientific knowledge and range from qualitative descriptions of
methods to detailed calculation methods. They are limited to selected questions and provide no
guideline for complete evaluation of sustainability. The 5th edition of the method handbook is the
result of a three- year discussion process, for which I would like to thank all those who participated. Valuable contributions were generated in working groups and workshops of the research
network. For the first time, the assessment approaches also include flexible energy supply.
This version of the method handbook is now ready to be used and through its coordinated reference systems, forms a bridge for the overall classification of the research projects and the
research network as part of the federal government’s energy research programme. Without
doubt, the approaches and calculation procedures listed here only represent a starting point;
from further developments can be based upon, both scientifically and in practical applications.
Future constructive and fruitful collaborations within the network are essential for this and other
challenges surrounding the harmonisation of methods. All this is still driven by the need and the
goal to further optimise, little by little, the use of biomass in energy production.
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