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Dresdens gekaufte Liebe: Dokumentation der Straßenaktion und der Abendveranstaltung im Rahmen des Welt-Huren-Tages 2019Stiehler, Matthias 23 July 2020 (has links)
Am 2. Juni findet alljährlich der Welt-Huren-Tag statt. Er ist ein internationaler Gedenktag gegen die Diskriminierung von Prostituierten und geht auf einen Streik in Lyon/Frankreich von Sexarbeiterinnen im Jahre 1975 zurück. In Deutschland wurde am 2.Juni 1989 erstmals der Welt-Huren-Tag begangen. Seit 2001 gilt der rote Regenschirm als Symbol gegen die Diskriminierung von Sexarbeiterinnen und Sexarbeitern. Das Gesundheitsamt ist gesetzlich verpflichtet, sich dieses Themas in zweierlei Weise anzunehmen. Zum einen gibt es nach dem Infektionsschutzgesetz, das 2001 in Kraft trat, ein freiwilliges und anonymes Beratungs- und Untersuchungsangebot für Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter. Seit 2018 hat das Gesundheitsamt auch noch eine zweite Aufgabe zu erfüllen. 2016 wurde vom Bundestag das sogenannte Prostituiertenschutzgesetz verabschiedet. Im Juli 2018 trat das dazugehörige sächsische Ausführungsgesetz in Kraft. Die Intention dieses Gesetzes war, den Schutz für die Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter zu verbessern. Dies sollte über eine Anmeldepflicht erfolgen, zu der auch eine verpflichtende Gesundheitsberatung gehört. Letztere wurde im Gesundheitsamt eingerichtet. Diese neue Beratungsstelle ist personell und institutionell von dem freiwilligen und anonymen Beratungs- und Untersuchungsangebot getrennt.
Redaktionsschluss: Mai 2020
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Geschäftsmodellentwicklung durch suffizienzfördernde Maßnahmen und eine Orientierung an der Gemeinwohl-BilanzStumpf, Patrick 17 July 2023 (has links)
Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern eine Orientierung an der Gemeinwohl-Bilanz suffizienzfördernde Maßnahmen im Rahmen der Weiterentwicklung von Geschäftsmodellen beeinflusst. Dazu werden zunächst mithilfe eines Literatur-Reviews die Auswirkungen der Gemeinwohl-Bilanz und einer Orientierung an der Gemeinwohl-Ökonomie auf Geschäftsmodelle untersucht. Im zweiten Schritt wird mithilfe einer Interview-Studie erforscht, welche Chancen und Herausforderungen sich für Geschäftsmodelle im Zuge einer Implementierung von suffizienzfördernden sowie sozial-ökologischen Maßnahmen ergeben. Die Ergebnisse beider Forschungsthemen münden in der Aufstellung eines Phasenmodells zur Transformation von Geschäftsmodellen zu einem höheren Grad an Suffizienz und Gemeinwohl.:INHALTSVERZEICHNIS III
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS V
ABBILDUNGSVERZEICHNIS VI
TABELLENVERZEICHNIS VII
1 Einleitende Betrachtung 1
1.1 Suffizienz als Umsetzungsstrategie einer Nachhaltigen Entwicklung 1
1.2 Geschäftsmodelle und deren Transformationsprozess zu mehr Nachhaltigkeit 6
1.3 Kernelemente der Gemeinwohl-Ökonomie und der Gemeinwohl-Bilanz 9
1.4 Zielsetzung und Forschungsfragen 13
1.5 Methodisches Design und Aufbau der Arbeit 16
2 Grundlagen suffizienzbasierter Geschäftsmodelle 19
2.1 Suffizienzbasierte Geschäftsmodelle in Theorie und Praxis 19
2.2 Sufficiency Business Model Innovation 23
2.3 Kommunikation zu maßvollem Konsum und Greenwashing 29
3 Systematische Literaturanalyse zu Auswirkungen der Gemeinwohl-Bilanz auf Geschäftsmodelle 32
3.1 Vorgehensweise nach Prisma-Flow-Chart 32
3.2 Einbezogene Quellen 37
4 Geschäftsmodellentwicklung durch die Gemeinwohl-Bilanz 43
4.1 Berührungsgruppen und Charakteristik gemeinwohlbilanzierender Unternehmen 43
4.2 Anwendung im Bereich der Nachhaltigkeitsberichterstattung 48
4.3 Führung und Steuerung der Unternehmen 54
4.4 Unternehmensentwicklung und Rentabilität 58
4.5 Kritische Würdigung der Gemeinwohl-Bilanz 64
4.6 Zwischenfazit 69
5 Methodisches Vorgehen zur Durchführung einer Interview-Studie 72
5.1 Untersuchungsplan 72
5.2 Aufstellung des Interview-Leitfadens 73
5.3 Interview-Teilnehmende und Durchführung der Interviews 79
5.4 Datenaufbereitung und qualitative Analyse 85
6 Geschäftsmodellentwicklung durch suffizienzfördernde Maßnahmen 89
6.1 Status Quo der Teilnehmenden und ihrer Geschäftsmodelle 89
6.1.1 Art und Weise der Entsorgung der Produkte 89
6.1.2 Grundverständnis zu maßvollem Konsum 90
6.1.3 Verankerung und Auseinandersetzung von Suffizienz im Geschäftsmodell 92
6.2 Chancen- und Risikoanalyse suffizienzfördernder Maßnahmen 96
6.2.1 Nutzungsverlängerung der Produkte, einfachere Reparierbarkeit und bessere Recyclefähigkeit 96
6.2.2 Tauschen und Teilen der Produkte 100
6.2.3 Interne Maßnahmen und Controlling 103
6.3 Nachfragereduzierung und Renditeverzicht 107
6.3.1 Kommunikation zu maßvoller Nutzung 107
6.3.2 Nachfrage und Rendite in Gemeinwohl-Ökonomie-Unternehmen 111
6.3.3 Rahmenbedingungen 113
6.4 Beschäftigung mit der Gemeinwohl-Bilanz 116
6.4.1 Voraussetzungen und Veränderungen 116
6.4.2 Erfahrungen bei der Erstellung einer Gemeinwohl-Bilanz 118
7 Entwicklung des Geschäftsmodells zu mehr Suffizienz durch die Gemeinwohl-Bilanz 121
7.1 Werteverständnis als Bindeglied zwischen Gemeinwohl-Bilanz und Suffizienz 121
7.2 Gemeinwohl-Bilanz – Aufwand und Nutzen 124
7.3 Geschäftsmodellentwicklung zur mehr Suffizienz in Phasen 127
7.4 Transformationstreiber und Barrieren 131
7.5 Transformationsmodell und praktische Implikationen 137
8 Limitation und Methodenkritik 142
9 Fazit und Ausblick 145
LITERATURVERZEICHNIS VIII
ANHANG XXIII
QUELLEN XXV
SELBSTSTÄNDIGKEITS- UND EINVERSTÄNDNISERKLÄRUNG XXVI
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An Immersive Journey through Flawed Technology: Users’ Perceptions of VR in JournalismGodulla, Alexander, Planer, Rosanna, Wolf, Cornelia, Lück, Annika, Vaaßen, Fiona 23 January 2024 (has links)
Virtual reality (VR) has had the reputation of being a revolutionising technology ever
since it emerged in the early 1960s, but virtual is not yet a successful reality in journalistic practice.
Examining VR’s current situation and the factors preventing it from reaching its predicted potential
in digital journalism, this paper analyses the user comments (n = 770) on 15 journalistic VR apps
offered by media organizations, with the help of a qualitative-reductive content analysis. Deductive
categories of analysis contain the constructs of immersion, emotion, usability, and utility, which are
further specified by inductive subcategories in the course of the analysis. Results show that users
positively highlight different aspects of emotion and immersion that the VR apps elicit, and criticize
journalistic VR apps for their low levels of utility and usability. Implications for journalistic practice
and research are subsequently drawn.
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Brückenbauerinnen: Zur Integration afghanischer Frauen in DeutschlandMir Malekyar, Shogufa 28 July 2022 (has links)
No description available.
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Wandlungen im Geschlechterverhalten jüdischer Familien (1933–1939)Kaplan, Marion 28 July 2022 (has links)
No description available.
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Passion Pink. Über Feminismus im Werk von Heike Lydia GrüßStecker, Heidi 28 July 2022 (has links)
No description available.
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All set in stone? How essentialist beliefs about aging affect older workers' motivation to continue working beyond retirement ageWeiss, Mona, Weiss, David, Zacher, Hannes 04 April 2024 (has links)
Although population aging requires that employees increasingly work beyond traditional
retirement ages, negative age stereotypes often portray older workers as
unwilling or unable to work longer. However, recent lifespan developmental research
suggests that there are significant individual differences in how fixed versus malleable
people perceive the aging process possibly affecting how they envision their
occupational future. We develop and test a theoretical model on the role of essentialist
beliefs about aging (i.e., the extent to which people believe that aging is an
immutable, genetically determined process) in shaping occupational future time perspective
and, in turn, motivation to continue working beyond retirement age. Specifically,
we hypothesized that older workers (40–65 years) who more strongly endorse
essentialist beliefs about aging will be less motivated to continue working beyond
retirement age, because they have a more constrained occupational future time perspective.
On the basis of a three-wave study (N = 617) and an experiment
(N = 358), we find evidence for our proposed indirect effect model, above and
beyond previously established control variables (e.g., age, income, health, and age
stereotypes). Our findings advance theorizing on work motivation in later adulthood
and have important organizational implications in the context of demographic
change.
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Deutsche Rapperinnen – Kritisierung oder Restabilisierung traditioneller Weiblichkeitskonstruktionen? Eine Untersuchung der Beurteilung deutscher Rapperinnen durch jugendliche Rezipient:innenGaudigs, Madlin Josefin 14 November 2023 (has links)
Die Staatsexamensarbeit untersucht, inwiefern jugendliche Rezipientinnen die Songtexte und Musikvideos deutschsprachiger Rapperinnen im Hinblick auf die in ihnen kommunizierten Weiblichkeitskonstruktionen beurteilen. Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurden halb-strukturierte Gruppeninterviews mit weiblichen Personen zwischen 16-19 Jahren durchgeführt. Die Zusammensetzung der Gruppen unterschied sich im Hör- bzw. Konsumverhalten von Deutschrap der Befragten, um eine Vielfalt an Meinungen erfassen zu können. Ziel der Arbeit ist es insbesondere herauszufinden, inwiefern die Befragten die Selbstdarstellungspraktiken weiblicher Rap-Künstlerinnen als Akt der Emanzipation und Kritisierung patriarchaler Verhältnisse wahrnehmen, oder diese eher als Fortführung der bestehenden, männlich dominierten HipHop-Ordnung bewerten.
Es konnte festgestellt werden, dass positive oder zustimmende Werturteile vor allem dann getroffen wurden, wenn die Selbstdarstellung der Künstlerinnen als feministischer Akt eingeordnet wurde. Insbesondere die Songtexte der Rapperinnen wurden aufgrund ihrer inhaltlich emanzipativen, empowernden Ausrichtung nahezu einstimmig positiv von den Teilnehmerinnen bewertet. Auch einer facettenreichen Selbstdarstellung wurde mit Zustimmung begegnet, zum Beispiel, wenn die Teilnehmerinnen im Songtext eine gewisse inhaltliche Tiefe verordneten. Positive Beurteilungen wurden weiterhin geäußert, wenn die unterschiedlichen Ebenen der Selbstdarstellung, also etwa das Zusammenwirken aus Songtext, Musikvideo und musikalischer Gestaltung, als stimmig und verständlich eingestuft wurden.
Negative oder ablehnende Bewertungen wurden vor allem dann geäußert, wenn die Selbstdarstellung der Künstlerinnen als Restabilisierung weiblicher Objektifizierung eingeordnet wurden. Dies scheint begünstigt zu werden, wenn die äußerliche Selbstdarstellung einer Künstlerin als alleinstehendes oder dominierendes Merkmal wahrgenommen wird. Ebenfalls ablehnend bewertet wurden die kommunizierten Weiblichkeitskonstruktionen dann, wenn sie als vieldeutig oder widersprüchlich eingestuft wurden. Lösten die Selbstdarstellungspraktiken der Rapperinnen bei den Teilnehmenden eine kognitive Dissonanz aus, neigten diese erkennbar zu negativeren Beurteilungen. Auch die Vermutung, dass die äußerliche Selbstdarstellung einen instrumentellen Zweck, wie z.B. Clickbaiting, verfolgt wurde negativ bewertet.:Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 5
2 Theoretische Grundlagen 12
2.1 Politikbegriff und Ziele der politischen Bildung 12
2.2 Konstruktion von Geschlecht als Grundannahme der Arbeit 14
2.3 Selbstverständlich oder längst überfällig? Geschlechtersensible, -bewusste und -reflexive Perspektiven in der politischen Bildung 18
3 HipHop meets Geschlechterforschung meets politische Bildung 25
3.1 HIS-tory of Rap? 25
3.2 Is this real? Authentizität als zentrales Element der HipHop-Kultur 30
3.3 Zum Verhältnis von HipHop, Rap und politischer Bildung 34
3.4 Geschlechterkonstruktionen im HipHop und Rap 38
3.4.1 „Alleinige Dominanz“ – Männlichkeitskonstruktionen im deutschen HipHop und Rap 39
3.4.2 „Bitches brauchen Rap“ – Weiblichkeitskonstruktionen im deutschen HipHop und Rap 42
3.4.3 Zwischenfazit 48
3.5 Deutsche Rapperinnen – Kritisierung oder Restabilisierung traditioneller Weiblichkeitskonstruktionen? 49
3.5.1 Kritisierung 50
3.5.2 Restabilisierung 53
3.6 Kritisierung vs. Restabilisierung – Spielt das überhaupt eine Rolle? 56
4 Methodik 59
4.1 Zustandekommen und Formulierung der Forschungsfragen 59
4.2 Entwicklung des Forschungsdesigns 61
4.2.1 Warum qualitative Sozialforschung? 61
4.2.2 Warum Interviews? 62
4.2.3 Konzeption des Interviewleitfadens 65
4.3 Erhebung der (Interview-)Daten 69
4.4 Aufbereitung und Auswertung der Daten 72
4.4.1 Transkription 72
4.4.2 Qualitative Inhaltsanalyse 74
5 Darstellung und Interpretation der Ergebnisse 79
5.1 Beschreibungen von Weiblichkeitskonstruktionen 79
5.2 Interpretationen von Weiblichkeitskonstruktionen 80
5.3 Werturteile von Weiblichkeitskonstruktionen 94
5.4 Kontextvariablen 98
6 Diskussion 104
7 Fazit und Perspektiven für die politische Bildung 106
8 Literaturverzeichnis 115
9 Anhang 127
10 Selbstständigkeitserklärung 128
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Transformationserleben und Werkentwicklung: Zu Wirkungen gesellschaftlicher Umbrüche im künstlerischen WerkEckhardt, Frank 03 June 2024 (has links)
Nicht wenige Menschen haben das Gefühl, dass sich nicht nur die Dinge um sie herum ständig verändern, sondern damit auch sie selbst permanent verändert werden. So betrachtet sind bewusst erlebte und reflektierte Transformationsprozesse sicher stärker Teil heutiger Biografien, als dies bspw. zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Fall war, unabhängig von deren positiver oder negativer Bewertung oder Bewältigung.
Blickt man zurück in die jüngere deutsche Vergangenheit, so fällt ein Zeitraum besonders auf, der auch im Vergleich zur heutigen Situation für die extrem schnelle und grundlegende Veränderung von Lebensumständen vieler Menschen steht.
Es ist dies die Zeit vom Ende der 1970er Jahre bis 1989, als auch zunehmend viele Künstler:innen und Intellektuelle die DDR verließen, sowie vor allem von da an bis zur zweiten Hälfte der 1990er Jahre, als grundlegende Umwälzungen in der ehemaligen DDR erfolgten.
Diejenigen, die vor 1989 die DDR verließen, sahen sich als mehr oder weniger freiwillige Exilant:innen in einem Zielland ihrer Ausreise wieder. Diejenigen, die bis 1989 in dem Lande geblieben waren, sahen etwas später ihre gesamten Lebensumstände verändert, indem sie sich – zunächst ohne ihr gewohntes Lebens- und Arbeitsumfeld zu verlassen - „in einem anderen Land“ wiederfanden.
Stellvertretend für das Erleben vieler betroffener Menschen soll der Frage nachgegangen werden, ob und wie sich diese extrem und kurzfristig wirksamen Veränderungen in Leben und Werk von bildenden Künstler:innen auswirkten.
Wie reflektierten sie ihr Erleben mental und künstlerisch, wenn sie nach oftmals langer Wartezeit per unvermittelt angeordneter Ausreise inmitten einer zunächst völlig fremden Gesellschaft ankamen?
Was ging in jenen vor, als sich am Ende des Kalten Krieges, am Ende einer Geschichte, im Zuge einer Neudefinition Deutschlands teils abrupt Lebensumstände von Einzelnen wie auch von ganzen Generationen veränderten?
Welche Aussagen treffen Künstler:innen rückblickend dazu in Interviews? Was sagen sie zu Veränderungen in ihrem Werk in oder nach jener Zeit?
Spiegeln sich diese Erfahrungen bei Betrachtung direkt oder indirekt in einzelnen künstlerischen Arbeiten oder in der Werkentwicklung? Wie zulässig und nachvollziehbar wären solche Zusammenhänge analytisch zu belegen? Sind vielleicht Ab- oder Umbrüche bzw. Kontinuität oder Neuausrichtung des Werks allein individuell herzuleiten, unabhängig von äußeren Gegebenheiten?
Weiterhin war zu prüfen, ob unter den Bedingungen der für Ostdeutsche damals mehrfach geteilten und ganz überwiegend nicht oder nicht frei zugänglichen Welt auch andere Faktoren wirken konnten, die deutliche künstlerische Veränderungen oder Entwicklungen auszulösen vermochten. Etwas pointiert wäre in diesem Zusammenhang zu fragen, ob ein Transformationserleben nicht auch als eine künstlerische Transition und unabhängig von einem dauerhaften individuellen oder gesellschaftlichen Schritt in eine andere Gesellschaftsform zu beschreiben sein könnte.
Was haben Künstler:innen über individuelle oder künstlerische Entwicklungen hinaus zu Veränderungen ihres Umfeldes, der Bedeutung von Kunstsystem oder Kunstmarkt gesagt? Gibt es Aussagen zu sozialen Bezugssystemen? Ein Baustein der transformationsbedingten massiven Wandlung von gesellschaftlicher Bedeutung und Ansehen von Kunst in Ostdeutschland waren mit Sicherheit die als Bilderstreit bezeichneten publizistischen Diskurse zu und über Kunst und Biografien von Künstler:innen in der DDR, die meistenteils über und nicht mit diesen geführt wurden. Wie wurden diese Auseinandersetzungen und die folgenden Wandlungen von den Künstler:innen wahrgenommen, reflektiert?
Während der Existenz der DDR gab es Forderungen nach gesellschaftlichem Engagement von Künstler:innen mit ihren Werken, nach deren Ende die oben erwähnten diesbezüglichen Unterstellungen nur politisch intendierter Bebilderungen.
Die Verknüpfung von Methoden aus der Kultursoziologie und der Kunstgeschichte entspricht den Intentionen des Autors, beispielhaft anhand von mit Dresden verbundenen Künstler:innen einen umfassenderen Blick auf die politischen und gesellschaftlichen, aber vor allem auch auf künstlerische Entwicklungen während persönlicher und gesellschaftlicher Transformationsphasen an sich zu lenken.
Weiterhin ist zu diskutieren, ob auslösende Faktoren für eine künstlerische Transformation ausschließlich in den direkten und indirekten Folgen eines Wechsels des Gesellschaftssystems oder auch in erfahrener kultureller Konfrontation oder anderen Ursachen liegen könnten.
Zudem war die Aufzeichnung berichteter persönlicher Erinnerungen und Sichtweisen und damit deren Einbeziehung in ein kollektives Gedächtnis ein wichtiges Element. Zielstellung war nicht eine Typologisierung, sondern eine Eruierung der Variabilität von Reaktionen und der Selbstreflexion von Reaktionen von Künstler:innen auf veränderte gesellschaftliche Bedingungen.
Um sich den oben genannten Fragen zu nähern, wäre natürlich zu klären, wie man in deren Kontext Veränderungen im Werk erkennen, klassifizieren und vor allem, wie man diese bewerten sollte? Könnte es sich bspw. um Anpassungsleistungen an die Anforderungen eines anderen Gesellschafts- und Kunstsystems handeln? Oder sind es Reaktionen auf veränderte lebensweltliche Gegebenheiten? Im Jahre 2029 wird die DDR so lange verschwunden sein, wie sie existiert hatte. In absehbarer Zeit wird es nicht mehr möglich sein, mit Zeitzeug:innen zu sprechen.:1. Einleitung 1
1.1. Thema 1
1.2. Zielstellungen 2
1.3. Verortung im Forschungsfeld 3
1.4. Methodik 5
1.5. Aufbau 9
2. Zur Situation von bildenden Künstler:innen im Raum Dresden während der 1980er Jahre – ein Überblick 11
2.1. Kulturpolitische Wellenbewegungen: Die Zeit von 1946 bis 1979 11
2.2. Politische Apparate - Macht Strukturen 15
2.3. Der gegnerische Zwilling 21
2.4. Auslaufen – Kulturpolitik in den 1980er Jahren 26
2.5. Staatliches Künstlertum – Kunsthochschulen, Autodidakten, VBK 34
2.6. Galerien und Ausstellungen 44
2.7. Aufträge und Ankäufe und Nichtaufträge und Nichtankäufe 49
2.8. Strukturen in den Underground- Kunstszenen? 56
2.9. Künstlermilieus – Bohemien-Staatskünstler-Widerständler? 59
2.10. Bleiben oder Gehen - das war die Frage 63
2.11. Internationale Beziehungen 72
2.12. Gesellschaftliche Funktionen und Nichtfunktionen von Kunst 74
2.13. Resüme – Ausklang in der DDR 79
3. Nach der Ankunft und vor dem Ankommen – Integration, Transformation 82
3.1. Ankommen – angekommen sein? 82
3.2. Strukturen im Kunstsystem in der BRD 84
3.3. Westberlin - Strukturen im Kunstbetrieb 88
3.4. Eintreffen und Ankommen - Aus dem Osten nach Westberlin 93
3.5. Galerien und Kunstmarkt 97
3.6. In einem anderen System 99
3.7. Exkurs I: Transformation in Westberlin ab 1989/90 107
3.8. Transformation in Westberlin – Reflexion von Künstler:innen 111
3.9. Umbrüche im Osten Deutschlands ab 1990 - Sachsen und Dresden 114
3.10. Kunstsystem und Künstler:innen und Kunstmärkte 118
3.11. Zwischen kommerziellem Kunstmarkt und Nabelschau 124
3.12. Der Kunstprojektemarkt in Dresden 140
3.13. In einem anderen oder in einem neuen Land? 146
4. Reflexe der Abwehr – Achtungsentzug und Umwertung 157
4.1. Unwillkommen im einig Kunstland? 158
4.2. Kunstautonomie in der DDR aus soziologischer Sicht 164
4.3. Kunstautonomie aus kunsthistorischer Perspektive 175
4.4. Diskursive Wegmarken 180
4.5. Perspektivwechsel – Die Betroffenen 191
4.6. Exkurs II: Wirkmöglichkeiten von Kunst in der Gegenwart 202
5. Transition und Werkentwicklung – Kontinuitäten, Brüche, Reflexionen 209
5.1. Begegnungen und Veränderungen - Umbruch, Aufbruch, Abbruch? 209
5.2. Kategorien von Veränderung 209
5.3. Blick über die Generationen 213
5.4. Im Westen ankommen 216
5.5. Werk und Veränderung: Westberlin 218
5.6. Werkbetrachtungen West 224
5.7. Im Osten bleiben 240
5.8. Werk und Veränderung: Dresden 242
5.9. Werkbetrachtungen Ost 281
5.10. Beobachtende - Kunsthistoriker:innen zu Brüchen und Kontinuitäten 327
6. Veränderung – Einmischung und Ausmischung 331
6.1. Woher und Wohin? 331
6.2. Mechanismen von Ausgliederung und Eingliederung 333
6.3. Paradigmen des Wandels 333
6.4. Induktion auf das Neue 336
6.5. Felder für künftige Forschungen 336
6.6. Ausblick 338
6.7. Ausklang 339
7. Anhang I
7.1. Literaturverzeichnis I
7.2. Verzeichnis der Interviews XXV
7.3. Abbildungsverzeichnis XXX
7.4. Abkürzungsverzeichnis XXXII
7.5. Verzeichnis der Ordner auf beigefügtem Datenträger XXXIII
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Fictional friends and enemies as first aid after ostracism? Experimentally investigating the potential of para-/orthosocial relationships in belongingness need restoration and emotion regulationLutz, Sarah, Schneider, Frank M., Reich, Sabine, Schimmel, Michelle, Oechler, Hannah, Beinlich, Laura 08 July 2024 (has links)
Being socially excluded seriously threatens individuals’ need to belong and emotional well-being. This article investigates to what extent different coping strategies help overcome these detrimental effects: thinking about real-life friends/enemies (i.e., orthosocial relationships, OSRs) and thinking about (dis)liked media characters (i.e., parasocial relationships, PSRs). Across three experiments (NPilot = 129, NStudy1 = 132, NStudy2 = 855), we first induced social exclusion using a virtual ball-tossing game. Afterward, we manipulated different relationship types and valences and compared them to non- or less-relational control conditions. As hypothesized, belongingness and emotional well-being increased from pre- to post-coping. This effect was fully mediated by perceived relationship closeness to the respective person(a). Highlighting that PSRs represent more than surrogates (i.e., secondary replacements of OSR), both relationship types did not differ in coping effectiveness. Moreover, positive relationships were more effective in fulfilling both coping goals than negative ones.
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