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When Infrastructure is a VerbPrabaharyaka, Indrawan 24 March 2025 (has links)
Wie infrastrukturiert man? Was bedeutet es, wie fühlt es sich an und was passiert, wenn Infrastruktur ein Verb ist? Die größte Einschränkung bei der Beantwortung dieser Fragen ist eine andauernde Flucht vor der Nominalisierung. Weitere daraus folgende Einschränkungen sind sehr wenige direkte und in-text Zitationen und vier alleinstehende Kapitel – ein Essay als Basis, Zeichnungen als Zwischenspiel, den Löwenanteil in Form eines Romans und Q&A als die Zugabe. Jedoch geht es in dieser Arbeit nicht nur darum sich verschiedenen Textformen zu widmen. Sie erwächst vor allem aus einer empirischen Studie der sanitären Infrastruktur, wobei “sanitär” als ein sozio–technischer Euphemismus für Abwasser, ein vornehmer Begriff, entschuldigen Sie, für Scheiße, steht. Der Ausgangspunkt ist dabei die Stadt Jakarta, wo die meisten Fäkalien der 10.000.000 Menschen unbehandelt bleiben. Durch polymorphes Engagement breite ich mich bis über die Stadtgrenzen aus und komme sprichwörtlich mit den Infrastrukturierenden in Kontakt: Menschen aus der ganzen Welt, die an der Infrastruktur arbeiten, mit ihr verbunden sind und aus der sie besteht. Ich trage zusammen, was sie getan haben, abstrahiere, synthetisiere und biete ein paar nominale Definitionen darüber was Infrastruktur und infrastrukturieren ist und wie man letzteres tut. All das soll ernsthaft als ein Vehikel für das “ethnographic feel” dienen, welches ich hoffe, dass es Sie tief in Ihrem Inneren berühren kann. / How to infrastructure? What does it mean, how does it feel, and what happens when infrastructure is a verb? The number-one writing constraint in answering these questions is sustained runaway from Nominalization. It follows that some of the other constraints are near-zero direct quotation and in-text citation, and stand-alone four chapters, that consists of Essay as the foundation, Drawing the interlude, Novel the lion’s share, and Q&As the encore. But it’s not only about writing. It grows from the empirical study of sanitary infrastructure, with "sanitary" as a sociotechnical euphemism for wastewater or sewage, itself a genteel term for, excuse me, poo. The ground zero is Jakarta, where most of the more than 10 million humans' wastes are untreated. By means of polymorphous engagement, I spider beyond the city itself and get in touch by any means with the infrastructurers, people all over the globe who are working on and connected to and constitute the infrastructure, and collate what they have been doing and abstract and synthesize and offer some nominal definitions of what is and what is to and how to infrastructure. Which actually are a vehicle for the ethnographic feel that I wish you can feel in your bones.
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Family Behavior and Children’s Wellbeing: Statistical Modeling and Measurement IssuesRodríguez Sánchez, Alejandra 30 June 2023 (has links)
In dieser Dissertation gehe ich auf verschiedene statistische Modellierungs- und Messprobleme ein, die eine kausale Interpretation der in der Literatur zu Familiensoziologie und sozialer Ungleichheit gefundenen Zusammenhängen erschweren. Erstens legt die Lebensverlaufsforschung nahe, dass das Problem der Verzerrung durch Selektion in der Literatur über die Abwesenheit von Vätern komplexer sein könnte als angenommen. Durch die Korrektur von dynamischen Verzerrungen wird die Schätzung des kausalen Effektes der Abwesenheit des Vaters auf das Wohlergehen der Kinder reduziert. Zweitens wird angenommen, dass familiäre Instabilität in der Kindheit das Wohlbefinden der Kinder negativ beeinflusst. Allerdings könnten zeitabhängige konfundierende Faktoren, die durch vergangene Episoden familiärer Instabilität beeinflusst werden und sich auf die künftige Stabilität der Familie auswirken, einen Teil der angenommenen negativen Auswirkungen erklären. Ich zeige, dass eine dynamische Version der Selektionshypothese eine wesentliche Rolle bei der Entkräftung der Hypothese der familiären Instabilität spielt. Drittens deuten die Forschungsergebnisse darauf hin, dass die soziale Stratifizierung bei den Sprachkenntnissen von Vorschulkindern durch Eingriffe in den Erziehungsstil von Eltern mit wenig Ressourcen erheblich verringert werden könnten. Mit Hilfe einer kausalen Mediationsanalyse zeige ich, dass die elterliche Erziehung nur etwa ein Drittel des Gesamteffekts des sozioökonomischen Status auf die frühen Sprachfähigkeiten mediieren. Viertens wird die Messung kognitiver Fähigkeiten durch verschiedene Merkmale standardisierter Beurteilungen erschwert. Diese Probleme haben wichtige Auswirkungen auf die Quantifizierung sozialer Ungleichheit bei unbeobachtbaren Variablen und auf die Forschung zu kausalen Effekten. Die Dissertation schließt mit einem Plädoyer zur rigoroseren Anwendung von Methoden der kausalen Inferenz in Familiensoziologie und Forschung zu sozialer Ungleichheit. / In this dissertation, I consider various statistical modeling and measurement issues that complicate the causal attributions made about those associations in the literature in family sociology and social inequality. First, life course informed research suggests that the problem of selection bias in the father absence literature may be more complex than currently thought. After adjusting for dynamic biases, estimates of father absence's effect on children's wellbeing are reduced. Second, family instability experienced during childhood is said to negatively affect children's wellbeing. However, time-dependent confounders affected by past episodes of family instability and affecting future family stability might explain away part of the negative impact. I show that a dynamic version of the selection hypothesis counters the family instability hypothesis, and the effects of cumulative family instability are small and not consistent with the family instability hypothesis. Third, research suggest that socioeconomic status gaps in language skills among preschoolers could be substantially reduced by intervening on the parenting styles, practices, and parental investments of low-resource parents. Employing interventional causal mediation analysis, however, I show parenting mediates around one third of the total effect of SES on early language skills. Fourth, the measurement of cognitive abilities is complicated by various features of standardized assessments. Those problems have important implications for the quantification of social inequality in unobservable variables and for causal inference research because test scores capture non-random noise. The dissertation concludes by making a plea for furthering causal inference thinking in family sociology, social inequality, social mobility, and family demography research.
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Ethnicized citizenship as illegitimate citizenship. / The Case of Mapuches in Chile and Northeasterners in IndiaSilva Tapia, Andrea Catalina 19 December 2017 (has links)
Diese Dissertation befasst sich mit dem oft vernachlässigten Problem ethnischer Gruppen, die eine Delegitimierung ihrer Staatsbürgerschaft erfahren haben. Sie gelten nicht als „richtige“ Staatsbürger eines Nationalstaates, da sie nicht der ethnischen Definition der Nation entsprechen.
Staatsbürgerschaft entsteht im Zuge der Bildung von Nationalstaaten in einem modernen Weltsystem, das nach wie vor kolonial geprägt ist. Die Legitimität dieser globalen kolonialen Idee des Nationalstaates basierte auf dem kulturellen Konzept einer Nation; der Illusion einer homogenen gemeinsamen Vergangenheit, gemeinsamer Gebräuche und einer gemeinsamen Sprache, in der Unterschiede unterdrückt werden. Auf diesem Modell basiert die Idee eines legitimen Bürgers.
Illegitime Staatsbürgerschaft ist eine andere Art und Weise, eine koloniale Staatsbürgerschaft zu benennen, die in ein eurozentrisches, patriarchalisch/weiß und christlich zentriertes Weltsystem eingebettet ist. Staatsbürgerschaft ist ein Konzept, das sich auf Individuen bezieht. Durch Rassializierung und Ethnisierung wird dem Mensch seine Individualität genommen. Der rassifizierte -illegitime Bürger wird stets als Teil einer Gruppe beschrieben; die "Einwanderer", die "Muslime", die "Indigenen", die "Inder des Nordostens". Sie werden nie als autonomes individuelles Subjekt beschrieben. Diese Individualität ist den weißen europäischen oder europäischen Nachkommen vorbehalten und wird als "weißes Privileg" bezeichnet.
Diese Dissertation beschreibt, wie ähnlich die illegitime Staatsbürgerschaft in zwei unterschiedlichen Ländern empirisch operiert, die beide eine koloniale, untergeordnete Position im Weltsystem einnehmen. Die untersuchten Gruppen – die Mapuche in Chile und die Menschen im Nordosten Indiens – leiden unter einer doppelten Kolonialisierung. Zum einen aufgrund der Position von Chile und Indien im Weltsystem, zum anderen bezüglich der geringen Wertschätzung innerhalb des Nationalstaates. / This thesis tackles the commonly overlooked issue of ethnic groups that have suffered a delegetimization of their citizenship. They are not considered as the ideal citizens of a nation-state because they do not conform ethnically to the definition of the nation.
Citizenship emerges with the formation of the nation-state in a modern world system characterized by a still operating coloniality. The legitimacy of this global colonial idea of nation-state was based on the cultural concept of a nation; an illusion of a homogenous shared past, customs and language where differences were suppressed. This is the common pattern of nation-state formation and the rise of the idea of a legitimate citizen.
Illegitimate citizenship is another way of naming a colonial citizenship inserted in a Eurocentric patriarchal/white and Christian-centered world-system. Citizenship is a concept referring to individuals, however, and when it is racialized or ethnicized, the individuality of the person is taken away. The racialized citizen, the illegitimate citizen is always described as part of a group; the “immigrants”, the “Muslims”, the “indigenous”, the “northeastern Indians”. They are never described as an autonomous individual subject. This individuality is reserved for white European or European- descendant people and has been coined as “white privilege”.
This research describes how illegitimate citizenship empirically operates in a very similar way in two ethnic groups within two different countries that have in common a colonial subordinated position in the world system. Therefore, Mapuches in Chile and Northeastern Indians suffer a double colonization in two different scales; one regarding the position of Chile and India in the world-system and one regarding their own position within the nation-state.
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Kleidung in der DDR. / Eine soziokulturelle Analyse aus Zeitzeugen-PerspektiveHahn, Kristin 21 February 2019 (has links)
Gegenstand der vorliegenden Dissertation ist die Kleidungsgeschichte der DDR. Der wissenschaftliche Forschungsstand weist in diesem Zusammenhang Lücken auf – bisher erfolgte keine Aufarbeitung des Themengebiets im Kontext der kulturellen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung in der DDR. Die unterschiedlichen Phasen von Politik- und Wirtschaftsentwicklung in der DDR haben jedoch Einfluss auf die Gestaltung und Entwicklung von Kleidung genommen. Die Kleidungsgeschichte der DDR ist Teil der Designgeschichte der DDR. Entgegen bisherigen Forschungen zur Design- und Kulturgeschichte, in denen die Auseinandersetzung mit Kleidung und Mode zurücktrat, zeigte sich, dass auch die Designströmungen in der DDR die Kleidungsgestaltung, in dem Fall die Inspirationen der Designer und Designerinnen, beeinflusst haben. Im Zentrum der Fragestellung steht die Untersuchung der Entwicklung von Kleidung zu Mode. So geht die Arbeit der Frage nach, ob es eine eigene Mode – eine sozialistische Mode – in der DDR gab. Dabei hat sich gezeigt, dass die DDR als eigenständiger Kulturraum aufgefasst werden muss. Mode bedarf somit einer eigenen Begriffsdefinition sowie Entstehungsgeschichte im Kontext der DDR. Vor dem Hintergrund der aktuellen wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Debatte zur DDR ergibt sich die methodische Herangehensweise der Untersuchung: Die Untersuchung des Forschungsbereichs mit Berücksichtigung der Perspektive von Zeitzeugen und Zeitzeuginnen – den Menschen, die aktiv in der Kleidungsindustrie der DDR tätig waren. Die Arbeit gründet somit auf der Methodik der Oral History und hat zum Ziel, die Kleidungsgeschichte der DDR in ein neues Licht zu rücken. / The subject of this dissertation is the clothing history of the GDR. There are gaps in the state of scientific research in this context – so far, the subject has not been dealt with in the context of cultural, social and economic development in the GDR. However, the different phases of political and economic development in the GDR have influenced the design and development of clothing. The clothing history of the GDR is part of the design history of the GDR. Contrary to previous research on the history of design and culture, in which the examination of clothing and fashion receded, it became apparent that the design trends in the GDR also influenced clothing design, in this case the inspirations of the designers. The central question is the investigation of the development from clothing to fashion. Thus, the work explores the question of whether there was a fashion of its own - a socialistic fashion - in the GDR. It has been shown that the GDR must be seen as an independent cultural area. Therefore fashion needs its own definition of terms and its own history of origin within the context of the GDR. Regarding the current scientific and social debate on the GDR, the methodological approach of the study is focused on the perspective of contemporary witnesses - the people who were actively involved in the clothing industry of the GDR. The work is thus based on the methodology of oral history and aims to shed new light on the clothing history of the GDR.
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Private intergroup relationships between natives and migrantsEisnecker, Philipp 27 March 2025 (has links)
In dieser Dissertationsarbeit werden die Determinanten interethnischer Beziehungen zwischen Nicht-Migranten und Migranten untersucht. Aus theoretisch Sicht baut die Arbeit auf der Idee auf, dass drei Mechanismen die Muster der Beziehungsbildung beeinflussen können: Kontaktmöglichkeiten, Präferenzen und das Verhalten Dritter. Der einleitende Teil der Arbeit gibt einen Überblick über die Literatur im Feld. Darauf aufbauend entwickle ich eine Forschungsagenda. Drei Beiträge tragen zu dieser Agenda bei: Gestützt auf Längsschnittanalysen zeigt der erste Beitrag, dass ein mäßig hoher Migrantenanteil in der Nachbarschaft mit mehr interethnischen Beziehungen zusammenhängt. Zusätzlich unterhalten Personen, die sich durch Einwanderung und Migranten bedroht fühlen, mit geringerer Wahrscheinlichkeit interethnische Beziehungen, während Mitgefühl mit Migranten in die entgegengesetzte Richtung wirkt. Im zweiten Beitrag wird für migrantische- und nicht-migrantische Paare untersucht, wie sich eigene Einstellungen, Ressourcen und die Zusammensetzung des sozialen Netzwerks auf die interethnischen Freundschaften und Bekanntschaften des Ehepartners auswirken. Ich stelle fest, dass Partnermerkmale eine wichtige Rolle für die interethnischen Beziehungen einer Person spielen. Im dritten Beitrag untersuche ich, ob und wie sich die interethnischen Beziehungen einer Person von ihren intraethnischen Beziehungen unterscheiden. Zusätzlich erkläre ich Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen diesen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Unterschiede zwischen interethnischen und intraethnischen Beziehungen einer Person weniger ausgeprägt sind als in der Gesellschaft im Allgemeinen. Allerdings spiegeln enge Beziehungsnetzwerke auch bis zu einem gewissen Grad die Unterschiede zwischen Migranten und Nicht-Migranten wider. Die Dissertationsarbeit schließt mit Hinweisen auf weiteres Forschungspotential innerhalb des Feldes. / This thesis studies the determinants of interethnic relationships between non-migrants and migrants. Theoretically, the thesis builds on the idea that three mechanisms might influence the patterns of relationship formation: opportunities, preferences, and third parties. The introductory part of the thesis reviews the literature in the field. Building on this review, I develop a research agenda. Three papers advance this agenda: Building on longitudinal analyses, the first paper shows that moderately high migrant shares in the neighbourhood are connected to more interethnic relationships. Additionally, persons feeling threatened by immigration and migrants are largely found to be less likely to have interethnic relationships, while sympathy with migrants works in the opposite direction. Considering both non-migrant and migrant couples, the second paper studies the effect of cohabiting life partners’ attitudes, resources, and social network compositions on their spouse’s interethnic friendships and acquaintances. I find that partner characteristics play an important role for a person’s interethnic relationships. In the third paper, I study if and how a person’s interethnic ties differ from their intraethnic ties. Additionally, I explain differences and similarities between them. Results suggest that differences between a person’s interethnic and intraethnic ties are less pronounced within close relationship networks than they are in society in general. However, close relationship networks mirror to some extent migrant - non-migrant differences. The thesis concludes by identifying further research potential in the field.
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Der Sinn meines Lebens ist die Zukunft meiner Kinder / Zur Lebenssituation alleinstehender Mütter in der gegenwärtigen MongoleiAltangerel, Ganchimeg 06 March 2019 (has links)
Die vorliegende Arbeit ist bis jetzt die einzige umfangreiche, wissenschaftliche Untersuchung über alleinerziehende Mütter in der Mongolei. Obwohl das Land im Jahr 2018 ein Wirtschaftswachstum von 6,4 % erzielte, hat ein hoher Anteil der Bevölkerung noch heute große Schwierigkeiten in ihrem alltäglichen Leben. Die Hauptursachen dafür sind politische Instabilität, Korruption, Arbeitslosigkeit und Armut. Diese Faktoren erschweren das Leben vieler Mongol*innen, vor allem der verwundbareren sozialen Gruppen, wie die der älteren Leute, der Familien von alleinstehenden Müttern und ihren Kindern. Aus diesem Grund gewinnt diese ethnographische Studie über die prekären geschlechtsspezifischen Lebensgrundlagen in den Wirtschaftstransformationsprozessen weiterhin an Bedeutung.
Anhand der Diskurstheorie werden zunächst herrschende Moral- und Wertevorstellungen genauer analysiert. Auf Basis dieser theoretischen Grundlage wird das historische Bild alleinstehender Mütter von Beginn des 20. Jahrhunderts über die sozialistische Zeit bis zur politischen Wende von 1990 untersucht. Dazu wurden sämtliche vorhandene Archivmaterialien und die einschlägige Literatur detailliert untersucht. Die ausführliche Darstellung von Lebenssituationen interviewter alleinstehender Mütter aus den verschiedenen Wohnorten des Landes bildet den Hauptteil der Arbeit. Darauf folgt eine Analyse der geschlechtsspezifischen Rollen ihrer Kinder im familiären Umfeld. Das aktuelle Bild der Männer, das seit dem Systemwechsel von 1990 den gesellschaftlichen Diskurs prägt, ergänzt die Arbeit. / This study is the only extensive ethnographic work to focus on the living conditions and experiences of single mothers in post-socialist Mongolia. Despite reaching an economic growth rate of 6.4 percent in 2018, the majority of Mongolia's population is still exposed to extreme economic precarity caused by political instability, corruption, unemployment and poverty. These compounded factors negatively impact the quality of life for many Mongolians and, in particular, affect vulnerable populations like e.g. the elderly, single-mother households and their children, etc. Consequently, this study will continue to increase in relevance as ethnography of precarious gendered livelihoods in economic transformation.
At first, the author analyzes Mongolian concepts of morality and value by drawing on discourse theory. Based on this approach, the author also looks at historical images of single-mothers from the beginning of the 20th century throughout the socialist period until the political changes in the 1990s. The author has developed her insights from studying a wide array of archival material and relevant literature. The study presents a great number of case studies of lives lead by interviewed single-mothers in different places of Mongolia. This follows their children's gender-differentiated roles in detail within their respective environments. The empirical data is based on in-depth fieldwork. The study complements the women's discourses by also addressing the current images of men, which have been characterized by the public discourse since the social change.
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Making Planning Public / On the pursuit of good urbanism and the troubled search for a common worldPaulos, Julio 29 October 2021 (has links)
Wie funktioniert Stadtplanung in einem politischen Zeitalter, in dem Dialogfähigkeit eine Tugend und eine Notwendigkeit zugleich ist? Die Stadtplanung, die als institutionalisierte Technokratie zielorientierte Effektivität anstrebt und doch schwer fassbar ist, wurde zum Gegenstand ständiger öffentlicher Anfechtungen und obliegt einer immer häufigeren politischen Rechenschaftspflicht. Mit der unablässigen Forderung nach mehr städtischer Demokratie verschieben sich die Schwerpunkte und Wertvorstellungen der Stadtplanung hin zu mehr Öffentlichkeitsarbeit, Partizipation und Transparenz.
In der vorliegenden Dissertation wird ein pragmatischer, von der Akteur-Netzwerk-Theorie inspirierter Forschungsansatz verwendet, um die zum Teil widersprüchlichen Auswirkungen des planerischen Strebens nach urbaner Lebensqualität im Zusammenspiel mit den öffentlichen Maßnahmen zu untersuchen. Unter dem Einfluss einer sich neu definierenden Norm, veränderten Werten und zunehmender Bürger:innenbeteiligung wird Stadtplanung als ein Ensemble von Situationen und Ereignissen beleuchtet, welche durch das Aufgreifen aktueller Fragen die Öffentlichkeit erreichen. Durch die Gegenüberstellung von drei verschiedenen Stadtverwaltungen -–Lissabon, Wien und Zürich–- und deren politischen Hintergründe, analysiert die Dissertation empirisch die Entstehung städtischer Herausforderungen als kollektives Anliegen angesichts der verschiedenen Formen öffentlichen Handelns in der Stadtplanung. Mit anderen Worten, es werden Beispiele der Stadtplanung in einer Vielzahl von Erscheinungsformen und Konfigurationen untersucht, indem analysiert wird, wie das Vorhandensein verschiedenster Weltanschauungen zu einer gemeinsamen Expertise hybridisiert wird. Zu diesem Zweck wird die Stadtplanung nicht als eine feste Modalität betrachtet, die zu téchne oder démos gehört, oder periodisch definiert wird; sondern als öffentliche Angelegenheit und Gemeingut, wobei hinterfragt wird, wie „gutes“ städtisches Leben an der Schnittstelle von Politik, Wissenschaft und Ethik problematisiert wird. / How does city planning work in a political age where being dialogic constitutes a virtue and imperative at once? Known as institutionalised technocracy and bounded polity, city planning has come to be the object of continuous acts of public contestation, and the subject of an increasing prevalence of political accountability. With a relentless demand for increased urban democracy, the conduits and implications of city planning are reassembled into novel layers of visibility, worth, transparency and discernibility.
The present dissertation endorses a pragmatist-inspired ANT-lens to examine the adverse itineraries of planning’s pursuit to achieve good city life, and what sustains its current co- constitutions as a public action. Subject to normative shifts, value variations and civic engagements, city planning is investigated as an ensemble of situations and events that involves the particular urgent attribution of problems to publics. By juxtaposing political backgrounds from three diverse city administrations –– Lisbon, Vienna, and Zurich–– the dissertation empirically inquires the emergence of urban issues as collective concerns, in the face of planning’s various modes of public action. In other words, samples of city planning across a variety of expressions and configurations are examined, by analysing how the presence of many truths are framed, counter-framed and hybridised into shared expertise. To this end, city planning is studied not as a fixed modality belonging to téchne or démos, or as a periodic abyss, but as public matter and common good, questioning how good urban living is problematised at the intersection of politics, science and ethics.
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Habitus und soziale Klasse in Mexiko / Eine qualitative Untersuchung intergenerationaler Klassenverhältnisse am Beispiel mexikanischer Familien der clases populares und clases privilegiadasScholz Alvarado, Jan Adrian 22 October 2024 (has links)
Weitere Veröffentlichungen, die im Rahmen der Forschungsarbeiten entstanden sind: Scholz Alvarado, Adrian (2020): Bourdieu and the analysis of social classes in Mexico, in: Transcience Journal, Vol. 11, Nr. 2, 123 - 143. / Gegenstand der Forschungsarbeit ist eine Auseinandersetzung mit sozialen Klassen in Mexiko aufbauend auf Methoden und Konzepten einer qualitativen Sozialstruktur- und Klassenforschung, in deren Mittelpunkt Begriffe wie die des Habitus, der Milieus oder der Traditionslinien stehen und die insbesondere von AutorInnen wie Pierre Bourdieu (1987) und Michael Vester et al. (2015) entwickelt wurden. Nachdem Sozialstruktur- und Klassenforschungen am Ende des 20. Jahrhunderts in Mexiko und Lateinamerika einen radikalen Einbruch erfahren haben, kann in den letzten beiden Jahrzehnten des 21. Jahrhunderts erneut ein zunehmendes Interesse an Untersuchungen zu sozialen Klassen in der Region festgestellt werden (vgl. Boris 2008; Solís et al. 2016). Das Habituskonzept, das seit Bourdieus (1987) Veröffentlichung "Die feinen Unterschiede" KlassenforscherInnen weltweit zur Entwicklung neuer Ansätze und Perspektiven in ihren Gesellschaften inspiriert hat, spielt in Mexiko bislang allerdings keine Rolle (vgl. Scholz Alvarado 2020). Diese Forschungslücke wird hier aufgegriffen, um den Potentialen sowie Grenzen des Habituskonzeptes zur Analyse sozialer Klassen und der Reproduktion sozialer Ungleichheit in Mexiko nachzugehen. Das Ziel ist es, sowohl einen Beitrag zur mexikanischen Klassenforschung zu leisten als auch den Dialog zwischen Forschenden aus dem sogenannten globalen Süden und globalen Norden auf dem Feld der Klassen- und Ungleichheitsforschung zu fördern. / This research project investigates social classes in Mexico building on methods and concepts such as habitus, milieus or tradition lines which were developed by authors like Pierre Bourdieu (1979) and Michael Vester et al. (2015) within the framework of a qualitative social structure and class analysis. In Mexico and Latin America, research on social classes has experienced a radical decline at the end of the 20th century. In the last two decades, however, there has been a renewed research interest in studying social classes in the region (see Boris 2008; Solís et al. 2016). Nevertheless, the concept of habitus, which has inspired researchers around the world to develop innovative approaches and perspectives on social class relations since Bourdieu's (1979) publication "La Distinction", has been neglected in Mexico so far (see Scholz Alvarado 2020). This research gap is addressed here in order to explore the potentials as well as limitations of the habitus concept for analysing social class relations and the reproduction of social inequality in Mexico. The aim is to contribute to Mexican research on social class relations as well as to promote the dialogue between scholars from the so-called Global South and Global North in the field of social class and inequality studies.
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Durable Housing Inequalities / How do urban poor cope with displacement (pressures)?Facius, Sascha 26 April 2018 (has links)
Wie gehen die städtischen Armen mit Wohnraumverdrängung um? Welche Strategien entwickeln sie? Und welche Elemente bestimmen, welche Strategien die städtischen Armen einsetzen? Um diese Fragen zu beantworten, entpacke ich die Idee von ‚Strategien zur Bewältigung von Bedrohung durch Verdrängung‘, um zu soziologischen Konzeptualisierungen eben dieser Strategien zu gelangen. Dazu nutze ich einige der Konzepte in Bourdieus [1986] Kapitalbegriff sowie die Anwendung von Tillys [1999] Theorie der dauerhaften Ungleichheit als Rahmenkonzept. Empirisch identifiziere und analysiere ich die Anti-Verdrängungs-Strategien der städtischen Armen in den komplexen Wohnsituationen von São Paulo und Istanbul.
Der Analyse zufolge wirken sich die ermittelten Strategien zur Vermeidung von Verdrängung oder zur Verbesserung der Wohnsituation langfristig auf die Betroffenen oder den Wohnungsmarkt nicht positiv aus. Im zweiten Schritt der Analyse argumentiere ich, dass die Mehrheit der Strategien mit den Ursachen und Verstärkungsmechanismen der dauerhaften Ungleichheiten übereinstimmt, welche Tilly identifiziert hat. Dadurch entsteht, wie ich in der Arbeit darlege, zwangsläufig der Prozess der andauernden Wohnungsungleichheit, der trotz der Bemühungen der städtischen Armen wenig Aussicht auf Veränderung zeigt.
Das heißt nicht, dass die städtischen Armen keine Kämpfe gewonnen haben oder dass sich nicht individuell ihre Situationen verbessert haben, sondern, dass das größere Bild der Ungleichheiten in der Wohnungswirtschaft wenig erfolgsversprechend ist. Selbst wenn einige Menschen beispielsweise Vermögenswerte in Form von ökonomischem Kapital schaffen, scheinen die städtischen Armen dem zukünftigen Verdrängungsdruck nicht zu entkommen. Obwohl die Anti-Verdrängungs-Strategien somit den Verdrängungsdruck teilweise vorübergehend mildern können, untergraben die dauerhaften Ungleichheiten auf dem Wohnungsmarkt eine substanzielle und nachhaltige Veränderung im Interesse der städtischen Armen. / How do the urban poor cope with housing displacement? What kinds of strategies do the urban poor develop? And what elements shape which strategies they deploy? To answer these questions, I unpack the idea of strategies for “coping” with the threat or uncertainty of displacement to arrive at sociological conceptualizations of these strategies – ones anchored in Bourdieu’s [1986] concept of capital as well as the application of Tilly’s [1999] theory of durable inequalities to housing. Empirically, I identify and analyze the anti-displacement strategies of the urban poor within the complex housing contexts of São Paulo and Istanbul by breaking down the housing market into sub-housing markets (housing forms) as they are used by the urban poor in each local context. Combining existing analytic frameworks with my original data, I also speculate about the effects of the identified strategies for the urban poor in terms of durable housing inequalities.
According to the analysis, the identified strategies to avoid displacement or improve housing are not positively impacting the urban poor or the housing environment in the long run. To account for this, in the second step of the analysis I argue that the majority of strategies align with the causes and reinforcement mechanisms of durable inequalities that Tilly identified.
This is not to say no battles have been won or that no individual situations have improved, but to say that the larger picture of housing inequalities warrants little optimism. Even when some new housing forms create assets in form of economic capital (e.g., land titles), the urban poor don’t seem to escape future displacement pressures. Therefore, although the anti-displacement strategies may temporarily ease displacement pressure, the durable inequalities of the housing market undermine substantial and sustainable change in the interest of the urban poor.
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Social Networks and Refugee Mental Health – From Social Isolation to Family ReunificationLöbel, Lea-Maria 11 January 2022 (has links)
Geflüchtete sind aufgrund ihrer Fluchterfahrung eine besonders vulnerable Gruppe. Dennoch fehlt es an Wissen über den Ressourcengewinn und andere schützende Faktoren, die mentale Gesundheit von Geflüchteten positiv beeinflussen. In dieser Dissertation wird ein soziales Ressourcenmodell der psychischen Gesundheit von Geflüchteten entwickelt, das theoretische Überlegungen aus der Soziologie und Gesundheitsforschung kombiniert (Kapitel 1). Darüber hinaus leistet diese Dissertation einen Beitrag zum Verständnis sozialer Ressourcenverluste und -gewinne sowie deren Zusammenhänge mit der psychischen Gesundheit von Geflüchteten unter Verwendung des Sozio-oekonomischen Panels.
In Kapitel 2 werden Theorien zum Bedarf sozialer Ressourcen, emotionaler Taubheit und der Selbstselektion konkurrierende Hypothesen zur Stärke des Zusammenhangs zwischen sozialer Isolation und Einsamkeit bei Geflüchteten, der Aufnahmebevölkerung sowie anderen MigrantInnen getestet. Die Anfälligkeit unter sozialer Isolation an Einsamkeit zu leiden ist bei Geflüchteten und der Aufnahmebevölkerung gleich ausgeprägt.
Kapitel 3 untersucht die Familienstrukturen von Geflüchteten nach der Flucht. Unter Anwendung sozialer Netzwerktheorie und der Theorie zu familiären Rollenbeziehungen weisen die Analysen auf einen signifikant positiven Zusammenhang zwischen der Größe der Kernfamilie und der psychischen Gesundheit hin. Darüber hinaus zeigt sich, wie die Trennung von der Kernfamilie mit einem niedrigeren Niveau der psychischen Gesundheit von Geflüchteten korreliert.
Kapitel 4 betrachtet Familienzusammenführungen von Geflüchteten in Deutschland und wie dieser Ressourcengewinn mit deren psychischer Gesundheit zusammenhängt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Familienzusammenführung mit der Kernfamilie einen signifikant positiven Zusammenhang mit der psychischen Gesundheit von Geflüchteten hat. Darüber hinaus zeigt die Analyse keine klaren Geschlechterunterschiede der Assoziationen. / Refugees are a particularly vulnerable group of migrants, given experiences throughout forced migration. Yet, knowledge on their resource gain and protective factors is largely missing. This dissertation develops a social resource model of refugee mental health, combining theoretical considerations from health with sociology (Chapter 1). Moreover, this dissertation makes an empirical contribution to understanding social resource loss and gain as well as links to refugee mental health, using data from the German Socio-Economic Panel Study.
Chapter 2 asks the initial question whether refugees are more susceptible to social isolation with regards to loneliness. Drawing on theories of resource needs, numbing and self-selection, the analysis tests competing hypotheses on the strength of association between social isolation and loneliness among refugees, host populations and other migrants in Germany. Susceptibility to social isolation with regards to loneliness is equally strong for refugees and host populations.
Chapter 3 investigates refugee family structures after resettlement and how this potential social resource relates to refugee mental health. Applying social network theory and approaches on family role relations, the analyses point towards a significant positive association between the size of the nuclear family and mental health. Moreover, the chapter shows how separation from the nuclear family is associated with lower levels in refugee mental health.
Chapter 4 observes family reunification taking place in Germany and how this resource gain specific to the migration context is associated with refugee mental health. Results show how family reunification with the nuclear family has a significant positive association with refugee mental health. However, the return on mental health outcomes decreases for additional members joining. Moreover, the analysis does not show clear gender differences between these associations.
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