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Das KCNJ6-Gen als Kandidatengen für Persönlichkeitsstörungen / The KCNJ6 gene as a candidate gene for personality disordersDrescher [geb. Knievel], Eva January 2018 (has links) (PDF)
Persönlichkeit wird zum einen durch genetische Einflüsse, zum anderen durch Erziehung und Umweltfaktoren geprägt. In heutigen Tagen ist es weitestgehend akzeptiert, dass das menschliche Naturell und die Persönlichkeit durch vielfältige genetische Faktoren beeinflusst werden. In der vorliegenden Arbeit wurde eine Genotypisierung an einer Patientenstichprobe, bestehend aus Patienten der Universitätsklinik Würzburg, mit der gesicherten Diagnose einer Persönlichkeitsstörung, und einem Kollektiv aus gesunden Probanden (Bevölkerungskollektiv) durchgeführt. Es wurden zwei verschiedene Gen-Polymorphismen (rs7275707 und rs722557) des Kandidatengens KCNJ6 hinsichtlich ihrer Beteiligung an Persönlichkeitsstörungen untersucht. Das von diesem Gen codierte Protein ist ein G-protein aktivierter einwärtsgleichrichtender Kaliumkanal (GIRK2). Es konnte zwar ein signifikanter Zusammenhang zwischen einem Single-Nukleotid-Polymorphismus (SNP) in dem Kandidatengen KCNJ6 und der antisozialen sowie Borderline-Persönlichkeitsstörung nachgewiesen werden, die molekulargenetischen Entstehungswege bis hin zur phänotypischen Ausprägung der Persönlichkeitsstörung sind allerdings multifaktoriell und an viele Rezeptor- und Neurotransmittersysteme gekoppelt. Der Ursprung kann auf den Austausch bzw. die Variation einer einzelnen Base im DNA-Strang zurückgeführt werden, im Ganzen betrachtet bleiben die Entstehung der Persönlichkeit und die daran gekoppelten Störungen aber ein multidimensionaler Prozess. / Personality of a human beiing is based on the one hand on genetic conditions, on the other hand on education and social environment. Nowadays it is broadly accepted, that human disposition and personality is influenced by a variety of genentic factors.
In this study we compared patients with a diagnosis of a personality disorder in comparison to healthy candidates via genotyping. We focused on the role of the two gene polymorphisms (rs 7275707 and rs 722557) of the candidate gene KCNJ6. This gene encodes for an inwardly rectifying potassium channel (GIRK2). Though an association between one single nucleotide polymorphism(SNP) of our candidate gene and the antisocial personality disorder and the Borderline-Disorder was found, the molecular genetic pathways from the origin to the expression of the phenotype is multifactorial and linked to many systems of receptors and neurotransmitters. The origin of a disorder can be explained by the exchange of one base in the DNS, but in total the development of personality and the linked disorders are a multidimensional process.
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Funktionalität eines \(Stathmin\)-Promotor-Polymorphismus / Functionality of a \(stathmin\) promoter polymorphismMüller, Annika Wiebke January 2023 (has links) (PDF)
Bereits in vorausgegangenen Studien konnte nachgewiesen werden, dass das Stathmin-Gen eine entscheidende Rolle im Hinblick auf erlernte und angeborene Angstreaktionen spielt. So konnte Frau Dr. Julia Katharina Heupel in ihrer Arbeit aus dem Jahr 2013 eine Assoziation eines (TAA)n-Polymorphismus, welcher sich ca. 2 kb upstream des ersten Exons des Stathmin-Gens und ca. 4 kb upstream des Translationsstarts befindet, mit Cluster-C-Persönlichkeitsstörungen belegen.
Sie vermutete, dass eine Hochregulation der Expression des Stathmin-Gens ein Risikofaktor für die Entstehung von Cluster C Persönlichkeitsstörungen darstellen könnte.
Da sich der beschriebene Polymorphismus in der Promotor-Region des Stathmin-Gens befindet, ist eine allelspezifische Auswirkung auf die Genexpression vorstellbar. Um diese Vermutung zu stützen, wurde in dieser Arbeit die Auswirkung zweier Allele des STR-Polymorphismus im Bereich der Promotorregion des Stathmin-Gens im Hinblick auf die Promotoraktivität untersucht.
Hierzu wurde die zu untersuchende Sequenz zunächst mittels Polymerase-Ketten-Reaktion vervielfältigt und anschließend in einen pGL4.23.Vektor kloniert.
Im Anschluss daran erfolgte die Untersuchung der Promotoraktivität mittels eines Luciferase-Assays in der humanen Neuroblastomzelllinie SH-SY5Y.
Nach statischer Auswertung der Messreihen zeigte sich eine signifikant höhere Luciferase-Aktivität des STR-Polymorphismus (TAA)12 im Vergleich zu dem STR-Polymorphismus (TAA)13.
Hierdurch kann von einer höheren Promotoraktivität bei dem Genotyp (TAA)12 gegenüber dem Genotyp (TAA)13 ausgegangen werden.
Zusammenfassend unterstützen die Ergebnisse dieser Arbeit die These, dass es sich bei dem Stathmin-Gen um ein Suszeptibilitätsgen für die Entstehung von Cluster C Persönlichkeitsstörungen handeln könnte. / Previous studies have shown that the stathmin gene plays a crucial role in both learned and innate fear. In 2013 Dr. Julia Katharina Heupel suggested an association between a (TAA)n-polymorphism - which is located around 2 kb upstream of the first exon of the stathmin gene and around 4 kb upstream of the translation start site – with Cluster C personality disorders. She assumed that the upregulation of the stathmin gene expression constitutes a risk factor for the development of Cluster C personality disorders. Since the polymorphism described is located in the promoter region of the stathmin gene, an allele-specific effect on gene expression is conceivable.
To support this premise, the impact on promoter activity of two alleles of the STR polymorphism located in the promoter region of the stathmin gene was investigated. First the sequence was amplified using polymerase chain reaction and then cloned into a pGL4.23 vector.
Subsequently, the promoter activity was analyzed using a luciferase assay in the human neuroblastoma cell line SH-SY5Y. After statistical evaluation a significantly higher luciferase activity of the STR polymorphism (TAA)12 was shown in comparison to the STR polymorphism (TAA)13. As a result, it can be assumed that the genotype (TAA)12 has a higher promoter activity than the genotype (TAA)13. In summary, the results of this work support the thesis that the stathmin gene could be a susceptibility gene for the development of Cluster C personality disorders.
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Molekulargenetische Untersuchung des MAOA-LPR-Polymorphismus an einer Patientengruppe mit Persönlichkeitsstörungen / Cluster B personality disorders are associated with allelic variation of monoamine oxidase A activitySchmidt, Michael Alexander January 2009 (has links) (PDF)
In mehreren klinischen und außerklinischen Populationen werden die allelischen Variationen der Monoaminoxidase-A mit aggressivem, ängstlichem und abhängigem Verhalten in Verbindung gebracht. In unserer Studie haben wir den Einfluss von Allelvariationen der Monoaminoxidase-A auf aggressivitätsassoziierte Persönlichkeitsmerkmale und die Erkrankungswahrscheinlichkeit für Probanden mit Persönlichkeitsstörungen untersucht. Die Hypothese ist, dass ein geschlechtsspezifischer Zusammenhang zwischen der Allelvariation mit konsekutiv geringerer Enzymaktivität und Cluster-B-Persönlichkeitsstörungen nach DSM-VI, antisozialen Persönlichkeitsstörungen, sowie den Persönlichkeitsmerkmalen „Suche nach neuen Erfahrungen“ (TPQ), Neurotizismus, Verträglichkeit und Gewissenhaftigkeit bestehen könnte (NEO-PI-R). Der Genotyp des MAOA-Polymorphismus MAO-LPR wurde an 566 Patienten mit Persönlichkeitsstörungen und an 281 Probanden einer gesunden Kontrollgruppe untersucht. Der MAOA-LPR-Genotyp zeigt eine signifikante Korrelation mit Cluster-B-Persönlichkeitsstörungen nach DSM-IV (chi2=7.77, p=0.005, df=1). Dabei sind 26% der Probanden mit einer Persönlichkeitsstörung aus dem B-Cluster homo- oder hemizygot für den MAOA-Genotyp, der zur Ausprägung einer Variante mit geringer Enzymaktivität führt. Im Vergleich weisen dagegen nur 16.4% der Probanden aus der Kontrollgruppe diesen Genotyp auf. Zusammenhänge zwischen Allelvariationen der MAOA-Aktivität und Persönlichkeitsmerkmalen, die mit impulsivem und aggressivem Verhalten in Verbindung gebracht werden, erweisen sich als unbeständig. Eine Korrelation mit Cluster-C-Persönlichkeitsstörungen kann nicht nachgewiesen werden. Unsere Ergebnisse zeigen einen Zusammenhang zwischen Hemi- und Homzygotität der MAOA-LPR-Variante mit konsekutiv geringer Enzymaktivität und Cluster-B-Persönlichkeitsstörungen. Für den Einfluss der mit geringerer MAOA-Aktivität einhergehenden Variationen des Genotyps auf Aggression, Impulsivität und gewalttätiges Verhalten beim Menschen gibt es Hinweise (Shih et al. 1999). Immer häufiger werden Beweise für ein Zusammenwirken von genetischen Determinanten und Umwelteinflüssen gefunden. Unsere Erkenntnisse unterstützen weiterhin die These, dass die genetische Determination der MAOA-Aktivität auch in bestimmtem Maße zur Ausprägung des Gleichgewichts zwischen hyper- (impulsiv-aggressiv) und hyporeaktivem (ängstlich-depressiv) Verhalten beiträgt. / Genetic variants of the monoamine oxidase A (MAOA) have been associated with aggression-, anxiety-, and addiction-related behavior in several nonclinical and clinical populations. Here, we investigated the influence of allelic variation of MAOA activity on aggression-related personality traits and disease risk in patients with personality disorders. Personality disorders were diagnosed with the Structured Clinical Interview of DSM-IV and were allocated to cluster A, B, and C. Personality features were assessed by the revised NEO Personality Inventory and the Tridimensional Personality Questionnaire. The genotype of the MAOA gene-linked polymorphic region (MAOA-LPR) was determined in 566 patients with personality disorders and in 281 healthy controls. MAOA genotype was significantly associated with cluster B personality disorders (chi2=7.77, p=0.005, df=1) but not with cluster C personality disorders. In total, 26.0% of cluster B patients were hemi- or homozygous for the low-activity variant of the MAOA genotype, compared to 16.4% in the control group. Associations between MAOA variants and personality domains related to impulsivity and aggressiveness were inconsistent. Our findings further support the notion that allelic variation of MAOA activity contributes modestly to the balance of hyper- (impulsive-aggressive) and hyporeactive (anxious-depressive) traits.
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Untersuchung von Tryptophanhydroxylase 2 Varianten an Patienten mit Persönlichkeitsstörungen nach DSM-IV-TR / Tryptophan hydroxylase 2 variants in patients with personality disorders according to DSM-IV-TRMarkert, Christoph January 2009 (has links) (PDF)
Variationen im Gen der Tryptophanhydroxylase 2 (TPH2), das den geschwindigkeitsbestimmenden Schritt der Serotoninsynthese katalysiert, wurden mit psychiatrischen Erkrankungen, die durch emotionale Dysregulation charakterisiert sind, in Verbindung gebracht. Die vorliegende Arbeit evaluierte die Rolle von TPH2 Varianten und Haplotypen bei Persönlichkeitsstörungen der Cluster B und C. Dazu wurden 420 Patienten mit Cluster B oder Cluster C Persönlichkeitsstörung (nach DSM-IV-TR) sowie 336 gesunde Probanden als Kontrollgruppe bezüglich TPH2 SNPs (rs4570625, rs11178997, rs4341581, rs4565946) genotypisiert. Die Persönlichkeitsstörungen wurden mit Hilfe des „Strukturierten Klinischen Interviews für DSM-IV-TR, Achse II“ (SKID-II) diagnostiziert und in die Cluster A, B und C eingeteilt. Die vorliegenden Resultate verknüpfen potentiell funktionelle TPH2 Varianten – insbesondere den rs4570625 SNP – mit Cluster B und Cluster C Persönlichkeitsstörungen. Für beide Patientengruppen zeigte sich eine signifikante globale Assoziation. Das T-Allel von rs4570625 war sowohl mit Cluster B als auch Cluster C Persönlichkeitsstörungen signifikant assoziiert. Diese Ergebnisse bestätigen TPH2 als ein Suszeptibilitäts- und/oder Modifier-Gen von affektiven Spektrumsstörungen. Die Relevanz für die Ätiologie von adulten ADHS und dramatisch-emotionalen Cluster B beziehungsweise ängstlich-furchtsamen Cluster C Persönlichkeitsstörungen muss durch weitere Studien untersucht werden. / Variation in the tryptophan hydroxylase-2 gene (TPH2) coding for the rate-limiting enzyme of serotonin (5-HT) synthesis in the brain has been linked to a spectrum of clinical populations characterized by emotional dysregulation. Here, a set of common single nucleotide polymorphisms (SNPs) in and downstream of the transcriptional control region of TPH2 (rs4570625, rs11178997, rs4341581, rs4565946) was testet for association in two cohorts comprising of 336 healthy individuals and 420 patients with personality disorders. Personality disorders were diagnosed with the Structured Clinical Interview of DSM-IV and were allocated to clusters A, B, and C. Individual SNP and haplotype analyses revealed significant differences in genotype frequencies between controls and cluster B as well as cluster C patients, respectively. In both patient groups, overrepresentation of T allele carriers of a functional polymorphism in the upstream regulatory region of TPH2 (SNP G-703T, rs4570625) was observed. The results link potentially functional TPH2 variants to cluster B and cluster C personality disorders. These findings confirm TPH2 as a susceptibility and/or modifier gene of affective spectrum disorders. The relevance for the etiology of adult ADHD as well as Cluster B and Cluster C personality disorders needs further study.
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Pharmakologische Behandlung von stationären Patienten mit einer emotional instabilen Persönlichkeitsstörung / Pharmacotherapy of hospitalized patients with borderline personality disorderNuss, Margarita 05 April 2016 (has links)
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Differenzierende Perspektiven auf den Zusammenhang zwischen therapeutischer Allianz und TherapieerfolgBeiling, Peter Erwin 15 July 2024 (has links)
Hintergrund: Die therapeutische Allianz wird seit vielen Jahrzehnten intensiv hinsichtlich ihres Einflusses auf den Therapieerfolg erforscht. Sie gilt inzwischen als empirisch gut gesicherter Einflussfaktor auf den Therapieerfolg, wobei sich in Metaanalysen kleine bis mittlere Effekte zeigen. Gleichzeitig zeigt sich in Metaanalysen jedoch oft eine große Varianz, was auf mögliche moderierende Einflussfaktoren hinweist. Hierbei können Faktoren sowohl auf Seiten des Patienten 1 als auch des Therapeuten und bezogen auf das Therapiesetting beteiligt sein, die in der bisherigen Forschung vielfach noch nicht ausreichend untersuchtwurden. Im ersten Teil der vorliegenden Arbeit soll die Bedeutung initial besonders gering eingeschätzter therapeutischer Allianz hinsichtlich des Zusammenhangs mit späterem Therapieerfolg analysiert werden. Im zweiten Teil der Arbeit sollen dann Unterschiede im Zusammenhang von therapeutischer Allianz und Therapieerfolg im Bereich verschiedener Persönlichkeitsstörungen betrachtet werden. Fragestellung: Im ersten Teil der Arbeit wurde als zentrale Fragestellung untersucht, inwiefern die Beziehungszufriedenheit in verschiedenen Teilstichproben unterschiedlich zufriedener Patienten eine vergleichbar bedeutsame Rolle als Prädiktor von Therapieerfolg hat. Darüber hinaus sollte anhand der Gesamtstichprobe der Zusammenhang von therapeutischer Allianz und Therapieerfolg in einem naturalistischen, tagesklinischen Setting repliziert werden. Im zweiten Teil der Arbeit wurde der Zusammenhang von therapeutischer Allianz und Therapieerfolg vergleichend anhand zweier Teilstichproben von Patienten mit Borderline Persönlichkeitsstörung respektive zwanghafter Persönlichkeitsstörung untersucht, mit der Hypothese, dass die prädiktive Validität einer singulären Erfassung der Qualität der therapeutischen Beziehung bei Patienten mit zwanghafter Persönlichkeitsstörung größer ist als bei Patienten mit Borderline Persönlichkeitsstörung. Material und Methoden: Grundlage der Arbeit ist eine Gesamtstichprobe von insgesamt n = 809 Patienten (Durchschnittsalter 34 Jahre, 72,6% Frauen), die sich zwischen November 2008 und April 2017 in tagesklinischer Behandlung in der Allgemeinen Tagesklinik der Klinik und Poliklinik für Psychotherapie und Psychosomatik am UKD Dresden befanden. Die Allgemeine Tagesklinik behandelt vorrangig Patienten mit Persönlichkeitsstörungen bzw. Achse-I-Störungen, bei denen eine Thematisierung der hintergründigen Persönlichkeitsakzentuierung therapeutisch sinnvoll ist, in einem multimodalen, multiprofessionellen Setting mittels dialektisch behavioraler und schematherapeutischer Therapiemethoden. Die Behandlungszeit betrug durchschnittlich elf Wochen. Die Diagnosevergabe erfolgte nach klinischer Urteilsbildung auf Grundlage strukturierter bzw. standardisierter Diagnostikinstrumente. Die verwendeten standardisierten Selbstbeurteilungsverfahren zur Erfassung von Symptombelastung (Brief Symptom Inventory-18) und Qualität der therapeutischen Allianz (Helping Alliance Questionnaire) waren Teil des internen klinischen Qualitätsmanagements mit den drei Erhebungszeitpunkten Therapieaufnahme, Zwischenerhebung und Entlassung. In der statistischen Prüfung der Hauptfragestellungen kamen vor allem multiple, lineare Regressionsanalysen zum Einsatz. Ergebnisse: In der Gesamtstichprobe (n = 809 Patienten) war die Qualität der therapeutischen Allianz nach drei Wochen ein signifikanter Prädiktor von Therapieerfolg. In der Extremgruppe des Dezils mit der initial niedrigsten Beziehungszufriedenheit zeigte sich dieser Zusammenhang als statistisch signifikant und stark, jedoch aufgrund des breiten Konfidenzintervalls nicht praktikabel zur Prädiktion individueller Fälle. Dagegen ergab sich für die übrigen 90% der Fälle für die Beziehungszufriedenheit keine über die Aufklärung durch die Erfolgszufriedenheit hinausgehende Varianzaufklärung beim Therapieerfolg. Bezüglich der Substichproben von Patienten mit Borderline Persönlichkeitsstörung sowie zwanghafter Persönlichkeitsstörung zeigte sich über den Therapieverlauf insgesamt eine statistisch signifikante Symptomreduktion. Es fanden sich keine signifikanten Gruppenunterschiede in der Symptomschwere und der Einschätzung der therapeutischen Allianz zu den verschiedenen Erhebungszeitpunkten. Die nach drei Wochen erfasste therapeutische Allianz erwies sich als statistisch signifikanter Prädiktor der Symptomreduktion, allerdings nur in der Gruppe der Patienten mit zwanghafter Persönlichkeitsstörung. Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse stützen zunächst die bisherigen Forschungsbefunde, die einen grundsätzlichen positiven Zusammenhang zwischen der Güte der therapeutischen Allianz und dem Therapieerfolg postulieren. Sie zeigen zudem, dass auch in einem teilstationären Behandlungssetting, in dem die zwei Einzelsitzungen pro Woche nur einen Teil der stattfindenden Interventionen während der Therapie ausmachen, der Qualität der therapeutischen Beziehung zum Bezugstherapeuten eine bedeutsame Rolle zukommt. Die Ergebnisse des Extremgruppenvergleichs weisen zum einen darauf hin, dass bei früh etablierter, ausreichend guter Beziehungszufriedenheit andere Prozessfaktoren von größerem prädiktivem Wert bzgl. des Therapieerfolgs sind. Zum anderen verweisen sie auf die hohe Bedeutung der Beziehungszufriedenheit bzgl. des Therapieerfolgs bei mit der Beziehung zu ihrem Bezugstherapeuten sehr unzufriedenen Patienten. Hier zeigt sich als praktische Implikation die Wichtigkeit, eine sich ungünstig entwickelnde therapeutische
Beziehung frühzeitig zu erkennen und ihr entsprechend zu begegnen. Dabei gilt es zunächst, den Empfehlungen der „APA Task Force on Evidence-Based Relationship and Responsiveness“ folgend, den therapeutischen Wert einer standardisierten Erfassung von Therapiebeziehungsvariablen auch jenseits des forschungsorientierten universitären Kontextes zu betonen und breiter zu etablieren.
Aufgrund des erhöhten Anteils von Patienten mit der Diagnose einer Persönlichkeitsstörung in der Substichprobe von Patienten mit besonders geringer Beziehungszufriedenheit, wurden im Rahmen des zweiten Papers Substichproben von Patienten mit Borderline Persönlichkeitsstörung und zwanghafter Persönlichkeitsstörung hinsichtlich des Zusammenhangs von therapeutischer Allianz und Therapieerfolg untersucht. Eine mögliche Erklärung dafür, dass die therapeutische Allianz in unserer Stichprobe nur bei Patienten mit zwanghafter und nicht bei Patienten mit Borderline Persönlichkeitsstörung einen Prädiktor des Therapieerfolges darstellte, könnte in den unterschiedlichen Mustern der Allianzentwicklung liegen, die für diese Persönlichkeitsstörungen charakteristisch sind. Die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit zeigen, dass die einmalige Messung der therapeutischen Allianz in einer frühen Phase der Therapie einen guten Prädiktor für Therapieerfolg bei Patienten mit zwanghafter Persönlichkeitsstörung darstellt und somit auch aus therapiepraktischer Sicht gewinnbringend Verwendung finden könnte, um mögliche, eventuell verdeckt gebliebene Konflikte in der therapeutischen Beziehung frühzeitig zu erkennen. Bei Patienten mit Borderline Persönlichkeitsstörung scheint die einmalige Erfassung der therapeutischen Allianz bzgl. des späteren Therapieerfolges einen begrenzten prädiktiven Wert zu besitzen, weshalb hier eine kontinuierlichere Messung der therapeutischen Allianz ratsam ist. / Objective: The therapeutic alliance has been intensively researched for many decades with regard to its influence on therapeutic success. It is now considered to be an empirically well-established
influencing factor on therapeutic success, with meta-analyses showing small to medium effects. At the same time, however, meta-analyses often show a large variance, which points to possible moderating effects. This may involve factors on the side of the patient, the therapist and related to the setting, which have not yet been sufficiently investigated in existing research. In the first part of the present work, the role of therapeutic alliance, which is initially assessed as particularly low, will be investigated with regard to its association with therapeutic success. In the second part, differences in the relationship between therapeutic alliance and therapeutic success in the context of different personality disorders will be analysed. Hypotheses: In the first part of the work, the central question investigated was to what extent relationship satisfaction has a comparably important role as a predictor of therapeutic success in different subsamples of differently satisfied patients. In addition, the relationship between therapeutic
alliance and therapeutic success was replicated in a naturalistic, day hospital setting. In the second part of the work, the relationship between therapeutic alliance and therapeutic success was comparatively analysed using two subsamples of patients with borderline personality disorder and obsessive-compulsive personality disorder, respectively, with the hypothesis that the predictive validity of a singular assessment of the quality of the therapeutic alliance is greater in patients with obsessive-compulsive personality disorder than in patients with borderline personality disorder. Material and Methods:
The work is based on a total sample of n = 809 patients (average age was 34, 72.6% women) who were treated in the Allgemeine Tagesklinik of the Department of Psychotherapy and Psychosomatics at the UKD Dresden between November 2008 and April 2017. The Allgemeine Tagesklinik primarily treats patients with personality disorders or Axis I disorders, in whom a focus on the underlying personality accentuation is therapeutically important, in a multimodal, multiprofessional setting using dialectical behavior and schema therapeutic methods. The average treatment duration was eleven weeks. Diagnoses were based on clinical judgment utilizing a structured or standardized diagnostic tool. The standardized questionnaires used to assess symptom burden (Brief Symptom Inventory-18) and the quality of the therapeutic alliance (Helping Alliance Questionnaire) were part of the internal clinical quality management with three survey points: therapy admission, interim survey after three weeks and discharge. Multiple linear regression analyses were primarily used in the statistical analyses of the main hypotheses. Results: In the total sample (n = 809 patients), the quality of the therapeutic alliance after three weeks was a significant predictor of treatment success. In the extreme group of the decile with the initially lowest relationship satisfaction, this relationship was found to be statistically significant and strong, but not feasible for predicting individual cases due to the large confidence interval. In contrast, for the remaining 90% of cases, there was no variance explanatory effect on treatment success beyond that explained by satisfaction with therapy success. Regarding the subsamples of patients with borderline personality disorder as well as obsessive-compulsive personality disorder, there was a statistically significant overall symptom reduction over the course of therapy. No significant group differences were found in symptom severity and assessment of therapeutic alliance at the different time points.
Therapeutic alliance assessed after three weeks proved to be a statistically significant predictor of symptom reduction, but only in the group of patients with obsessive-compulsive personality disorder.
Conclusion: The results support previous research postulating a generally positive correlation between the quality of the therapeutic alliance and therapy success. In addition, they show that also in
a day-care setting the quality of the therapeutic relationship plays a significant role with regard to the success of therapy. Firstly, the results of the extreme group comparison indicate that in the case of sufficiently good relationship satisfaction established at an early stage, other process factors are of greater predictive value with regard to the success of the therapy. Secondly, they point to the high importance of relationship satisfaction with regard to therapy success in patients who are very dissatisfied with the relationship to their therapist. The practical implication of these findings is the need to recognize an unfavorably developing therapeutic relationship at an early stage and to address it appropriately. Following the recommendations of the 'APA Task Force on Evidence-Based Relationship and
Responsiveness', the therapeutic benefit of a standardized assessment of therapeutic relationship variables should be emphasized and established beyond the research-oriented university context.
Due to the increased percentage of patients with the diagnosis of a personality disorder in the subsample of patients with particularly low relationship satisfaction, the second paper examined subsamples of patients with borderline personality disorder and obsessive-compulsive personality disorder with regard to the relationship between therapeutic alliance and therapy success. One possible explanation for the fact that therapeutic alliance was a predictor of treatment success in our sample only in patients with obsessive-compulsive personality disorder and not in patients with borderline personality disorder may be found in the different patterns of alliance development characteristic of these personality disorders. The results show that the one-time measurement of therapeutic alliance in an early phase of
therapy is a good predictor of therapeutic success in patients with obsessive-compulsive personality disorder and thus could be profitably used from a clinical point of view to identify possibly hidden conflicts in the therapeutic relationship at an early stage. In patients with borderline personality disorder, the one-time measurement of the therapeutic alliance seems to have a limited predictive value with regard to later therapy success, which is why a more continuous measurement of the therapeutic alliance is advisable for these patients.
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Stellenwert des Opioidantagonisten Naltrexon bei stationär behandelten Borderline-Patienten / Improvement of Borderline Personality Disorder with Naltrexone: Results of a retroperspective evaluationMeiser, Miriam 05 October 2016 (has links)
No description available.
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Differentielle Betrachtungen der Borderline Persönlichkeitsstörung Subtypen und TherapieevaluationWolf, Katharina Jasmin 20 March 2025 (has links)
Die emotional-instabile Persönlichkeitsstörung vom Borderlinetyp (BPS) gilt als schwere chronische mentale Störung, welche mit hohen individuellen und gesellschaftlichen Kosten einhergeht und mit Prävalenzraten zwischen 15 und 30 % im medizinischen Versorgungssystem hohe Anforderungen an das Gesundheitssystem stellt. Für Behandlerinnen stellt sie aufgrund mehrerer Aspekte wie Chronizität, Komorbiditäten und einer vergleichsweise hohen Suizidrate eine große Herausforderung dar. Die S3-Leitlinien, die American Psychiatric Association und die NICE-Richtlinien (National Institute for Health and Care Excellence) empfehlen zur spezifischen Behandlung für Patientinnen mit BPS die Dialektisch Behaviorale Therapie (DBT). Allerdings scheinen nicht alle Patientinnen in gleicher Weise von dieser Behandlung zu profitieren. Ein Grund hierfür könnte unter anderem die Heterogenität der BPS sein: Im DSM-5 gibt es 256 verschiedene Symptomkonstellationen. Deshalb könnte die Identifikation von Subtypen der BPS bei der Behandlungsplanung bedeutsam sein um eine möglichst individualisierte, spezifische Behandlung zu gewährleisten. Mit der Einführung der ICD-11 hat sich der Klassifikationsansatz von Persönlichkeitsstörungen von einem kategorialen zu einem dimensionalen Ansatz gewandelt. Neben vielen Vorteilen, ergeben sich damit auch neue Herausforderungen bei der adäquaten Beschreibung von Persönlichkeitsstörungen und der entsprechender Therapiezuweisung. Vor diesem Hintergrund erfolgte in dieser Arbeit erstens die Untersuchung von kurz- und langfristigen Therapieeffekten einer DBT-basierten tagesklinischen Behandlung von Patientinnen mit BPS. Zweitens sollten Subtypen von BPS identifiziert und auf klinische und therapeutische Unterschiede überprüft werden. Drittens erfolgte die Anwendung und der Vergleich der ICD-11-Klassifikation mit den Merkmalen der zuvor identifizierten Subtypen sowie die Überprüfung ob sich daraus eine Zuordnung zu den DBT-Modulen ergibt. Im ersten Teil der Studie wurden N= 178 Patientinnen mit BPS untersucht, die in einer durchschnittlich 11-wöchigen DBT-basierten tagesklinischen Behandlung in der Allgemeinen Tagesklinik der Klinik und Poliklinik für Psychotherapie und Psychosomatik am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden waren. Alle Patientinnen wurden bei der Aufnahme einem ausführlichen Screening unterzogen, einschließlich halbstrukturierter Interviews zur Beurteilung von mentalen Störungen (Strukturiertes Klinisches Interview für DSM-4) und BPS-Diagnose (International Personality Disorder Examination). Standardisierte Fragebögen zur Beurteilung der borderline-spezifischen (Borderline Symptom List) und -unspezifischen Symptombelastung (Brief Symptom Inventory; Becks Depressions Inventar) wurden bei Aufnahme, Entlassung und zur Nachuntersuchung drei Monate nach der Entlassung ausgefüllt. Zur Therapieevaluation des ersten Teils kamen in der statistischen Analyse vor allem lineare 2-Ebenen-Modelle (mixed model), Effektstärkenanalyse und Analyse zur klinischen Response zur Anwendung. Im zweiten Teil wurde zur Identifizierung von Subtypen der BPS, eine Substichprobe von N= 109 Patienten einer Clusteranalyse unterzogen und mittels Varianzanalysen auf Unterschiede in klinischen und therapeutischen Variablen untersucht. 80 % der Patientinnen schlossen die Behandlung regulär ab. Bei den borderline-spezifischen Beeinträchtigungen zeigten sich moderate und hochsignifikante Therapieeffekte mit einer Responserate von 48 %. Die größten Effektstärken von etwa .8 wurden für die allgemeine psychische Belastung erzielt mit einer Responserate von 66 %. In der Nachuntersuchung blieben diese Ergebnisse stabil. Die Clusterbildung ergab eine Drei-Cluster-Lösung mit internalisierenden (n= 35), externalisierenden (n= 28) und gemischten Subtypen (n= 46). Die Subtypen unterschieden sich in den klinischen Variablen (z.B. Vorbehandlung, Komorbiditäten) und den therapeutischen Effekten (z.B. Therapieabbruchrate, Response), wobei der internalisierende Subtyp mehr affektive Störungen aufwies und der gemischte Subtyp die geringste therapeutische Veränderung in den borderline-spezifischen Symptomen zeigte. Subtypen zeigten nach ICD-11 Klassifikation außerdem unterschiedlich starke Ausprägungen im Schweregrad der Funktionsbeeinträchtigung und den Traits. Die Ergebnisse stützen zunächst bisherige Forschungsbefunde bezüglich der Effektivität einer DBT-basierten Behandlung in einem naturalistischen tagesklinischen Setting. Es konnten ähnliche Effekte wie bei einer stationären Behandlung erzielt werden. Die Effektstärken unterschieden sich für borderline-spezifische und -unspezifische Symptome, was darauf hindeutet, dass DBT sich auf verschiedene Symptombereiche unterschiedlich effektiv auswirkt. Beim Vergleich von Respondern und Non-Respondern schien sich eine vorangegangene ambulante Psychotherapie positiv auf den Therapieeffekt auszuwirken. Insgesamt entsprechen die vorliegenden Ergebnisse der Clusteranalyse zu den Subtypen dem dimensionalen ICD-11 Modell. Die Subtypen unterschieden sich in Therapieresponse, weshalb es sinnvoll sein könnte einzelne DBT Module den Subtypen gezielt nach Merkmalen zuzuordnen. Es wurde deutlich, dass die ICD-11 Klassifikation einige Einschränkungen hinsichtlich der Differenzierung der Subtypen und damit der Zuordnung geeigneter Behandlungsmodule aufweist, was für eine weitere Differenzierung der Dimensionen in zukünftigen Entwicklungen der ICD-11 spricht. Angesichts der neuen Version der ICD besteht außerdem Bedarf an einem standardisierten, validierten Verfahren zur Zuweisung von Patientinnen zu verschiedenen Behandlungsprogrammen.
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The Lack of Negative Affects as an Indicator for Identity Disturbance in Borderline Personality Disorder: A Preliminary ReportWalter, Marc, Berth, Hendrik, Selinger, Joseph, Gerhard, Urs, Küchenhoff, Joachim, Frommer, Jörg, Dammann, Gerhard 18 February 2014 (has links) (PDF)
Background: Patients with borderline personality disorder (BPD) suffer from instability of their relationships, their affectivity and their identity. The purpose of the study was to investigate negative affects and identity disturbance in patients with BPD and in patients without personality disorder using questionnaire data and interview data.
Sampling and Methods: Twelve patients with BPD and 12 patients with major depressive disorder without any personality disorder were assessed with the Structured Interview of Personality Organization (STIPO) and questionnaires (Inventory of Personality Organization, Beck Depression Inventory, State-Trait Anxiety Inventory). They were compared with respect to the frequency of negative affective verbal expressions using computerized content analysis methods.
Results: BPD patients showed higher levels of anxiety, depression and identity diffusion in the questionnaires than major depressive disorder patients without personality disorder. However, they did not report more negative affective expressions in the interview. Patients with identity disturbance of both groups showed higher values of negative mood in the questionnaires, but less anger, less anxiety and less affective intensity in the interview.
Conclusion: The preliminary findings indicate that patients with identity disturbance show high levels of negative affects in questionnaires but only few negative affects in the interview situation. More studies are needed to enhance the understanding of negative affects and identity disturbance in BPD. / Dieser Beitrag ist mit Zustimmung des Rechteinhabers aufgrund einer (DFG-geförderten) Allianz- bzw. Nationallizenz frei zugänglich.
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Persönlichkeitsstörungen und Behandlungserfolg bei Patienten mit unipolaren DepressionenUnger, Theresa 15 May 2012 (has links)
Hintergrund: Die Befundlage zum Zusammenhang von Persönlichkeitsstörungen (PS) und dem Behandlungserfolg bei Depressionen ist heterogen. Methode: 168 Patienten mit unipolarer Depression wurden vor und nach einer stationären Depressionsbehandlung sowie ein Jahr später untersucht. Die Depressivität wurde mit der HAMD und dem BDI, die psychische Gesamtbelastung mit dem BSI und die gesundheitsbezogene Lebensqualität mit dem SF-12 erfasst. Ergebnisse: Sowohl Patienten mit als auch ohne PS zeigten während des Klinikaufenthaltes eine signifikante Symptomreduktion. Im post-stationären Jahr wiesen Patienten mit PS im Gegensatz zu Patienten ohne PS eine leichte Symptomzunahme auf. Auch Patienten mit zwanghafter, selbstunsicherer und/oder dependenter bzw. Cluster B PS profitierten von der Behandlung. Ein Jahr nach dem Klinikaufenthalt wiesen Patienten mit Cluster B PS eine moderate Symptomzunahme auf. Patienten mit selbstunsicherer/dependenter PS zeigten im Katamneseintervall keine Symptomzunahme, wiesen jedoch aufgrund ihrer höheren Symptombelastung nach dem Klinikaufenthalt zum Katamnesezeitpunkt eine stärkere Symptomatik auf als Patienten ohne PS. Patienten mit zwanghafter PS zeigten einen mit Patienten ohne PS weitgehend vergleichbaren Behandlungserfolg. Der Zusammenhang einer dimensionalen Beurteilung der diagnostischen Konstrukte des DSM-IV mit dem Behandlungserfolg war inkonsistent. Diskussion: Patienten mit PS profitierten kurzfristig in gleichem Maße von der Depressionsbehandlung wie Patienten ohne PS. Sie wiesen jedoch einen ungünstigeren längerfristigen Krankheitsverlauf auf. Vor allem Patienten mit Cluster B PS konnten ihren Behandlungserfolg nicht aufrechterhalten. Für diese Patienten sollten spezifische Maßnahmen zur Rückfallprophylaxe und eine störungsspezifische Psychotherapie in Betracht gezogen werden. Die Ausprägungsgrade von Persönlichkeitsfaktoren des DSM-IV hatten keine stärkere Vorhersagekraft für den Behandlungserfolg als die kategorialen PS-Diagnosen. / Background: Empirical findings regarding the relationship of personality disorders (PD) and outcome of treatment for depression are inconclusive. Method: 168 inpatients with unipolar depression were assessed at admission, discharge and one-year follow-up using HRSD and BDI to assess depression severity, BSI to measure symptom distress and SF-12 to assess subjective health. Results: Patients without PD as well as with at least one PD showed a significant intake-to-discharge symptom reduction. In contrary to patients without PD, patients with PD showed a slight increase in symptom severity at one-year follow-up. Furthermore, patients with ‘pure’ obsessive-compulsive, avoidant/dependent or Cluster B PD benefited from the inpatient treatment of depression. One year after discharge, patients with ‘pure’ Cluster B PD could not sustain their treatment outcome. Patients with ‘pure’ avoidant and/or dependent PD did not show an increase in symptom severity in the follow-up year. Nevertheless, they scored higher in HRSD and BSI at follow-up, compared to patients without PD, due to their higher symptom level at discharge. Patients with ‘pure’ obsessive-compulsive PD showed a short- and longer-term treatment outcome that was largely comparable to that of patients without PD. Moreover, the findings regarding the relationship of treatment outcome with a dimensional representation of DSM-IV PDs were inconsistent. Discussion: Patients with PD benefited from an inpatient treatment for depression as much as patients without PD. Nevertheless, in the first year follow-up patients with PD, especially with Cluster B PD, could not sustain their treatment outcome. Therefore, measures to prevent relapses and disorder-specific psychotherapy for these patients should be taken into account. Moreover, our results indicate that a dimensional model of personality pathology that is closely connected to the categorical assessment of PDs does not improve prediction of treatment outcome.
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