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Managerial optimism and corporate financial policiesScheinert, Tobias 27 November 2014 (has links)
Diese Dissertation besteht aus drei Essays, welche empirisch den Einfluss von Manager-Optimismus auf verschiedene unternehmenspolitische Entscheidungen untersuchen. Der Ausdruck Manager-Optimismus wird hierbei verwendet um Agenten (Manager) zu beschreiben, die im Interesse der Prinzipale (Aktionäre) zu handeln glauben, aber tatsächlich ins Positive verzerrte Vorstellungen über ihre eigenen Fähigkeiten und somit über die zukünftige Performance ihrer Firmen haben. Das erste Papier untersucht den Einfluss von Manager-Optimismus auf Ausstattungsmerkmale von Fremdkapitalverträgen. Konsistent mit nach oben verzerrten Erwartungen über die zukünftigen Cash Flows ihrer Firmen zeigt sich, dass Firmen mit übermäßig optimistischen Managern häufiger Performance abhängige Verträge nutzen und zugleich eine schlechtere Performance nach Aufnahme des Fremdkapitals aufweisen als solche mit rationalen Managern. Der zweite Artikel untersucht unternehmerisches Risikomanagement. Es stellt sich heraus, dass Firmen mit optimistischen Managern signifikant weniger wahrscheinlich Finanzderivate zur Absicherung ihrer Fremdwährungsrisiken nutzen als solche mit rationalen Managern. Dieses Verhalten ist mit einer Unterschätzung von Insolvenzkosten bzw. Kosten einer finanziellen Notlage konsistent. Der dritte Teil der Arbeit untersucht empirisch das Verhältnis zwischen Manager-Optimismus und der Nutzung von großen Abschreibungen im Rahmen von CEO-Wechseln. Nach dem Abgang von CEOs kann man häufig beobachten, dass deren Nachfolger ein so genanntes big bath accounting durchführen. Hierbei werden durch Abschreibungen Verluste dem Vorgänger zugeschrieben und Verdienste für zukünftige Performanceverbesserungen für sich beansprucht. In Übereinstimmung mit den verzerrten Erwartungen über zukünftige Cash Flows ihrer Firmen zeigt sich, dass Unternehmen, welche einen optimistischen Manager einstellen, weniger wahrscheinlich ein solches earnings bath durchführen, als Firmen, die rationale Manager einstellen. / This thesis consists of three essays that empirically investigate to what extent managerial optimism affects corporate financial policy decisions. The term managerial optimism is used to describe agents (managers), who believe to act in the principals’ (shareholders’) best interest but in fact have upwardly biased views about their own abilities and consequently about the performance of their firms. The first paper investigates the impact of managerial optimism on debt contract design. Consistent with their upwardly biased view on their firm’s future cash flow, we find that firms with overly optimistic managers are more likely to choose performance sensitive debt (PSD) contracts and show worse post issue performance than firms with rational managers. The second paper analyzes corporate risk management. We find that firms with overly optimistic managers are significantly less likely to use financial derivatives to hedge their currency exposures than those with rational managers. This behavior is consistent with an underestimation of bankruptcy or financial distress costs by overly optimistic managers. The third paper empirically tests the relationship between managerial optimism and the use of large write-offs following CEO turnover. Subsequent to CEO turnover, it is often observed that incoming CEOs engage in this so called big bath accounting. Losses incurred during the big bath are attributed to the predecessors and the incoming CEOs take credit for future performance improvements. Consistent with their upwardly biased expectations concerning future firm cash flow, we find that firms hiring optimistic managers are less likely to experience an earnings bath in the year of the turnover than those hiring their rational counterparts.
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Historical business cycles and market integration / evidence from comovementUebele, Martin 23 February 2009 (has links)
Diese Dissertation befasst sich mit europäischer und US-amerikanischer Konjunkturgeschichte und Marktintegration im 19. und 20. Jahrhundert. Zur Analyse von konjunkturellen Schwankungen stellt sie der weitverbreiteten Historischen Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR) die Methode dynamischer Faktoranalyse zur Seite, die dazu beiträgt, die begrenzten historischen Zeitreihen effizient zu nutzen. Die nationale und internationale Entwicklung von Weizenmärkten seit dem Ende der Napoleonischen Kriege wird mit einem multivariaten dynamischen Faktormodell untersucht. Spektralanalyse wird zur Berechnung frequenzspezifischer Kohärenz von historischen Börsenindizes und konkurrierenden Schätzungen des Nationalprodukts in Deutschland zwischen 1850 und 1913 herangezogen. Ein wichtiges Ergebnis ist, dass Finanzdaten die Datierung der Konjunktur im Deutschen Kaiserreich erleichtern, was auch durch die Ergebnisse der Faktoranalyse bestätigt wird. Der verwendete Aktienindex, einzelne reale Konjunkturindikatoren und der dynamische Faktor korrelieren eng miteinder. Die Bildung sektoraler Sub-Indizes zeigt, dass der Übergang von einer landwirtschaftlich zu einer industriell geprägten Volkswirtschaft vermutlich früher geschehen ist als Beschäftigungsanteile aus der Historischen VGR vermuten lassen. Die Untersuchung der U.S.-Konjunktur ergibt die Annahme zeitvariierender Strukturparameter eine Erhöhung der Konjunkturschwankungsbreite nach dem 2. Weltkrieg verglichen mit der Zeit vor dem 1. Weltkrieg. Für die Weizenmarktintegration in Europa zeigt sich, dass die Entwicklung vor der Mitte des 19. Jahrhunderts schneller voran ging als danach, was eine Neuinterpretation der Rolle von Technologien wie dem Metallrumpf und dem Dampfschiff sowie dem Eintritt Amerikas als Weizenproduzenten nahelegt. / This thesis addresses historical business cycles and market integration in Europe and America in the 19th and 20th centuries. For the analysis of historical business cycles, the widely used methodology of historical national accounting is complemented with a dynamic factor model that allows for using scarce historical data efficiently. In order to investigate how national and international markets developed since the early 1800s, a multivariate dynamic factor model is used. Spectral analysis helps in measuring frequency specific correlation between financial indicators and rivaling national income estimates for Germany between 1850 and 1913. One result is that the historical stock market index used helps to discriminate between competing estimates of German national income. A dynamic factor estimated from a broad time series data set confirms this result. Sub-indices for agriculture and industry suggest that the German economy industrialized earlier than evidence from national accounting shows. The finding for the U.S. business cycle is that relaxing the assumption of constant structural parameters yields higher postwar aggregate volatility relative to the period before World War I. Concerning market integration, it is found that European wheat markets integrated faster before mid-19th century than after. Thus, the impact of the metal hull and steam ship as well as the relevance of American wheat for the world wheat market have perhaps been overstated.
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Generalized quantile regressionGuo, Mengmeng 22 August 2012 (has links)
Die generalisierte Quantilregression, einschließlich der Sonderfälle bedingter Quantile und Expektile, ist insbesondere dann eine nützliche Alternative zum bedingten Mittel bei der Charakterisierung einer bedingten Wahrscheinlichkeitsverteilung, wenn das Hauptinteresse in den Tails der Verteilung liegt. Wir bezeichnen mit v_n(x) den Kerndichteschätzer der Expektilkurve und zeigen die stark gleichmßige Konsistenzrate von v-n(x) unter allgemeinen Bedingungen. Unter Zuhilfenahme von Extremwerttheorie und starken Approximationen der empirischen Prozesse betrachten wir die asymptotischen maximalen Abweichungen sup06x61 |v_n(x) − v(x)|. Nach Vorbild der asymptotischen Theorie konstruieren wir simultane Konfidenzb änder um die geschätzte Expektilfunktion. Wir entwickeln einen funktionalen Datenanalyseansatz um eine Familie von generalisierten Quantilregressionen gemeinsam zu schätzen. Dabei gehen wir in unserem Ansatz davon aus, dass die generalisierten Quantile einige gemeinsame Merkmale teilen, welche durch eine geringe Anzahl von Hauptkomponenten zusammengefasst werden können. Die Hauptkomponenten sind als Splinefunktionen modelliert und werden durch Minimierung eines penalisierten asymmetrischen Verlustmaßes gesch¨atzt. Zur Berechnung wird ein iterativ gewichteter Kleinste-Quadrate-Algorithmus entwickelt. Während die separate Schätzung von individuell generalisierten Quantilregressionen normalerweise unter großer Variablit¨at durch fehlende Daten leidet, verbessert unser Ansatz der gemeinsamen Schätzung die Effizienz signifikant. Dies haben wir in einer Simulationsstudie demonstriert. Unsere vorgeschlagene Methode haben wir auf einen Datensatz von 150 Wetterstationen in China angewendet, um die generalisierten Quantilkurven der Volatilität der Temperatur von diesen Stationen zu erhalten / Generalized quantile regressions, including the conditional quantiles and expectiles as special cases, are useful alternatives to the conditional means for characterizing a conditional distribution, especially when the interest lies in the tails. We denote $v_n(x)$ as the kernel smoothing estimator of the expectile curves. We prove the strong uniform consistency rate of $v_{n}(x)$ under general conditions. Moreover, using strong approximations of the empirical process and extreme value theory, we consider the asymptotic maximal deviation $\sup_{ 0 \leqslant x \leqslant 1 }|v_n(x)-v(x)|$. According to the asymptotic theory, we construct simultaneous confidence bands around the estimated expectile function. We develop a functional data analysis approach to jointly estimate a family of generalized quantile regressions. Our approach assumes that the generalized quantiles share some common features that can be summarized by a small number of principal components functions. The principal components are modeled as spline functions and are estimated by minimizing a penalized asymmetric loss measure. An iteratively reweighted least squares algorithm is developed for computation. While separate estimation of individual generalized quantile regressions usually suffers from large variability due to lack of sufficient data, by borrowing strength across data sets, our joint estimation approach significantly improves the estimation efficiency, which is demonstrated in a simulation study. The proposed method is applied to data from 150 weather stations in China to obtain the generalized quantile curves of the volatility of the temperature at these stations
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Empirical analyses of airport efficiency and costs / small regional airports and airport groups in EuropeÜlkü, Tolga 26 January 2015 (has links)
Kleine regionale Flughäfen leiden oft unter begrenzter Nachfrage sodass sie ihre Kosten nicht decken können. Die Frage ist wie solche Flughäfen effizient strukturiert, bewirtschaftet und möglicherweise finanziell unterstützt werden können. Viele solcher Flughäfen werden einzeln betrieben und erhalten direkte lokale oder nationale Subventionen, während andere von den Quersubventionen leben. Die Dissertation befasst sich zuerst mit der Abschätzung der Effizienz von 85 regionalen europäischen Flughäfen (2002-2009) durch Anwendung der „Data Envelopment Analysis“. Die Schätzungen zeigen, dass die potenziellen Einsparungen 50 Prozent und gesteigerten Einnahmemöglichkeiten 25 Prozent betragen. Die Zugehörigkeit zu einem Flughafensystem reduziert die Effizienz um 5 Prozent. Das durchschnittliche Break-Even Passagieraufkommen hat sich im letzten Jahrzehnt mit 464.000 Passagiere mehr als verdoppelt. Die Flughäfen hätten ihre Kosten mit allein 166.000 Passagiere decken können, wären sie effizient betrieben worden. Der zweite Teil beschäftigt sich mit einem Vergleich der Flughäfen von AENA und DHMI (2009-2011). Eine „Russell measure“ der DEA zeigt, dass die Mehrheit der Flughäfen unter zunehmenden Skalenerträge arbeitet. Die Ergebnisse zeigen höhere durchschnittliche Effizienz der spanischen Flughäfen. Aber ein verstärkte privates Engagement steigert die Effizienz in den türkischen Flughäfen. Wir schlagen verschiedene wirtschaftspolitische Optionen vor um die Effizienz zu verbessern, wie zum Beispiel die Dezentralisierung von Flughafen-Management und die Verbesserung des Flughafennetzes durch die Schließung ineffizienter Flughäfen. Im letzten Teil wird eine räumliche Regressionsmethode verwendet um verschiedene Hypothesen zu testen. Die Ergebnisse von subventionierten französischen und norwegischen Flughäfen zeigen eine negative Auswirkung von Subventionen auf Kosteneffizienz der Flughäfen. Darüber hinaus wird die Bedeutung von Skaleneffekten veranschaulicht. / Small and regional airports often have insufficient revenues to cover their costs. The question is how such airports could be efficiently structured, managed and financially supported. Some airports are operated individually and receive direct subsidies from the local and federal governments. Others survive through cross-subsidizations. This dissertation first deals with the efficiency of 85 small regional European airports for the years 2002-2009 by applying a data envelopment analysis. Estimates show the potential savings and revenue opportunities to be 50 percent and 25 percent respectively. Belonging to an airport system reduces efficiency by about 5 percent. The average break-even passenger throughput over the last decade more than doubled to 464 thousand passengers. However airports behaving efficiently could have covered their operational costs with a mere 166 thousand passengers annually. The second part addresses the comparison of airports belonging to AENA and DHMI for the years between 2009 and 2011. The majority of airports operate under increasing returns to scale. A Russell measure of data envelopment analysis is implemented. Results indicate higher average efficiency levels at Spanish airports, but private involvement enhances efficiency at Turkish ones. Certain policy options including a greater decentralization of airport management and the restructuring of the airport network (by closing some inefficient airports) should be considered to increase the airport systems’ efficiency. In the final part of the dissertation, we have studied how the airport specific characteristics drive the unit costs. In order to capture the spatial interdependence of airport costs, a spatial regression methodology is applied. Two separate datasets of subsidized French and Norwegian airports are used to test various hypotheses. The results show a negative effect of subsidies on airport cost efficiency. Furthermore, the significance of scale economies is illustrated.
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The impact of inequity aversion on relational incentive contractsKragl, Jenny 18 June 2009 (has links)
Diese Dissertation enthält drei Aufsätze zur Theorie der Anreizsetzung bei nicht-verifizierbaren Leistungsmaßen. Untersuchungsgegenstand sind die Auswirkungen individueller Fairnesspräferenzen auf die Ausgestaltung und Eignung verschiedener Anreizmechanismen, welche in realen wirtschaftlichen Situationen Anwendung finden. Alle Arbeiten analysieren Umgebungen moralischen Risikos, in denen eine Firma zwei ungerechtigkeitsaverse Mitarbeiter beschäftigt, deren individuelle Arbeitsleistung zwar beobachtbar, jedoch nicht kontrahierbar ist. Der erste Aufsatz untersucht die Effekte von Ungerechtigkeitsaversion auf relationale Anreizverträge. Als Leistungsmaß eines Agenten dient sein individueller Beitrag zum Firmenwert. Abweichend von der Literatur zeigt sich, dass Ungerechtigkeitsaversion vorteilhaft sein kann: Für bestimmte Zinssätze können relationale Verträge mit neidischen Agenten profitabler sein, wenn sie nicht sogar nur mit solchen implementierbar sind. Der zweite Aufsatz vergleicht relationale Individual- und Gruppenbonusverträge. Durch das Vermeiden ungleicher Löhne sind letztere profitabler, solange sich die Firma keinem Glaubwürdigkeitsproblem gegenübersieht. Dies kann sich jedoch umkehren, da Individualboni vergleichsweise kleiner sind und somit die Selbstdurchsetzung des Vertrags fördern. Ursachen dafür sind das Vermeiden des Trittbrettfahrerproblems und die Anreizwirkung von Neid. Im dritten Aufsatz wird relationalen Individualbonusverträgen ein relatives Leistungsturnier gegenübergestellt. Im Gegensatz zum Bonusvertrag unterliegt das Turnier keiner Glaubwürdigkeitsbeschränkung. Dennoch ist ersteres Anreizschema profitabler, solange das Glaubwürdigkeitsproblem der Firma nicht zu groß ist. Dies liegt an der zwingenden Auszahlung ungleicher Löhne im Turnier und den daraus resultierenden hohen Kosten für Ungleichheitsprämien. Weiter wird für ein Beispiel gezeigt, dass die Zinsspanne, für die der Bonusvertrag das Turnier dominiert, im Neid der Agenten steigt. / This thesis consists of three self-contained essays that investigate the impact of fairness concerns among agents on the design of real-world incentive contracts used to mitigate moral-hazard problems under non-verifiable performance. All papers consider situations in which a firm employs two inequity averse workers whose individual performances are, albeit observable by the contracting parties, not contractible. The first paper studies the effects of inequity aversion on relational employment contracts. Performance is evaluated via an agent’s individual non-verifiable contribution to firm value. In contrast to the literature, we find that inequity aversion may be beneficial: In the presence of envy, for a certain range of interest rates relational contracts may be more profitable. For some interest rates reputational equilibria exist only with envious agents. In the second paper, I compare group to individual performance pay. Avoiding payoff inequity, the group bonus contract is superior as long as the firm faces no credibility problem. The individual bonus contract may, however, become superior due to two reasons: The group bonus scheme is subject to a free-rider problem requiring a higher incentive pay and impeding credibility of the firm. Moreover, with individual bonuses the firm benefits from the incentive-strengthening effect of envy, further softening the credibility constraint. The third paper contrasts a rank-order tournament with independent bonus contracts. Whereas the bonus scheme must be self-enforcing, the tournament is contractible. Yet the former incentive regime outperforms the latter as long as credibility problems are not too severe. This is due the fact that the tournament requires unequal pay across peers with certainty and thus imposes large inequity premium costs on the firm. For a simple example, I show that the more envious the agents are the larger is the range of interest rates for which the bonus scheme dominates the tournament.
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Three essays on properties, determinants and consequences of accounting standardsEisenschink, Timo 04 February 2014 (has links)
Diese kumulative Dissertation besteht aus drei eigenständigen Arbeiten aus dem Bereich der Rechnungslegungsforschung. Die erste Arbeit ist eine Befragungsstudie von 137 internationalen Rechnungslegungsforschern über die Fair-Value-Orientierung von 28 lokalen Rechnungslegungssystemen. Anhand der Umfrageergebnisse war es möglich, einen internationalen Fair-Value Score zu bilden. Dieser zeigt, dass das portugiesische, slowenische und das russische Rechnungslegungssystem am meisten und das österreichische, deutsche und italienische Rechnungslegungssystem am wenigsten Fair-Value orientiert ist. Die zweite Arbeit untersucht die Determinanten der Wahl von Rechnungslegungssystemen mittels eines Prinzipal-Agenten-Models. In dem Model kann ein risikoneutraler Entrepreneur (Prinzipal) mit einem Anreiz zur Konsumglättung zwischen zwei Rechnungslegungssystemen wählen. Das Rechnungslegungssystem wird genutzt, um eine effiziente vertragstheoretische Lösung mit dem Manager herbeizuführen und um Informationen über das Unternehmen für Kapitalmarktteilnehmer bereitzustellen. Die Modellergebnisse zeigen, dass der Entrepreneur eher gewillt ist das Fair-Value-orientierte Rechnungslegungssystem zu wählen, wenn die Bedeutung von Eigenkapitalmärkten steigt, die Opportunitätskosten des Managements steigen, die Produktivität des Managements sinkt und die Qualität des Enforcements von Rechnungslegungsregeln abnimmt. Die empirischen Ergebnisse bestätigen größtenteils die theoretischen Erwartungen. Die dritte Arbeit untersucht, ob die verpflichtende Einführung der IFRS bei gleichzeitiger Anpassung des Enforcements zu einer Verbesserung der Ergebnisqualität geführt hat. Die empirischen Ergebnisse sind uneinheitlich und können daher den vermuteten Effekt nicht bestätigen. / This cumulative PhD-thesis consists of three papers within the field of empirical accounting research. The first paper provides descriptive evidence on the fair value orientation of existing local GAAP systems by surveying the perception of 137 international accounting academics about the fair value orientation of 28 local GAAP systems. The survey results enable us to rank countries’ local GAAP systems by their fair value orientation. The score ranking shows that Portuguese, Slovenian and Russian GAAP are the top three and Austrian, German and Italian GAAP are the bottom three of the fair value orientation. Furthermore, we are able to show that the fair value orientation of IFRS is higher than any of the 28 local GAAP systems. The second paper investigates the determinants of financial accounting regime choice in a principal agent setting. The model considers a risk-neutral entrepreneur who needs financial accounting information for contracting with a managerial agent and for communicating the firm value to a risk-averse secondary capital market. The comparative static results indicate that the preference of the entrepreneur for a fair value accounting regime increases with the relative importance of the secondary capital market and the opportunity costs of the managerial agent, while it decreases with the overall quality of the accounting signal, the effectiveness of the enforcement process and managerial productivity. Empirical evidence, which is based on country-year and country-level and US time series analysis, provides support for most of the theoretical predictions. The third paper investigates whether earnings quality effects are more pronounced post mandatory IFRS adoption in countries that substantially changed their enforcement system of accounting standards in comparison to countries that already had a strict enforcement system in place. The empirical analysis gives inconclusive results for the earnings quality measures.
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Netzbasierte Dienste / Angebot, Nachfrage und MatchingTamm, Gerrit 27 May 2003 (has links)
Die vorliegende Dissertation präsentiert eine umfassende Analyse und Strukturierung des Marktes für netzbasierte Dienste. Basierend auf einer detaillierten Untersuchung des ASP-Angebotes und der ASP-Nachfrage in Europa werden geeignete Institutionen und Informationssubstitute für die Anpassung (Matching) des ASP-Angebotes und der ASP-Nachfrage identifiziert und getestet. Die Strukturierung der Angebotsseite umfasst neben der Bewertung der Marktlage die Entwicklung der ASP-Wertschöpfungskette, die Einordnung in die Systematik der digitalen Güter, die Beschreibung der ASP-Technologien und -Geschäftsmodelle und den Vergleich des ASP-Geschäftsmodells mit der klassischen Softwarenutzung und dem Konzept der virtuellen Organisationen. Die Ergebnisse der Untersuchungen zeigen vorhandene Defizite in der Informations- und Kommunikationspolitik der ASP-Angebotsseite auf. Für die Strukturierung der Nachfrageseite für netzbasierte Dienste werden die Theorien der Auslagerung (Outsourcing) von Informationstechnologien, die Methoden und Instrumente der Kosten- und Nutzenmessung und die Theorie der Transaktionsphasen der Auslagerung angewendet. Kern der wissenschaftlichen Untersuchung bildet die empirische Untersuchung des ASP-Nachfragemarktes in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Die Erkenntnisse der Analyse des ASP-Angebotes und der ASP-Nachfrage werden gegenübergestellt und Methoden zur Abstimmung von ASP-Angebot und Nachfrage mit Hilfe der Transaktionskostentheorie und den Theorien der Informations- und Institutionenökonomie abgeleitet. Barrieren, Intransparenzen und Informationsasymmetrien werden auf beiden Seiten aufgezeigt und darauf aufbauend Informationssubstitute für netzbasierte Dienste identifiziert. Erfahrungs- und Vertrauenseigenschaften werden mit Hilfe von Informationssubstituten in einem Onlinebefragungsexperiment hinsichtlich der Wahrnehmung, Wirkung und möglicher Zahlungsbereitschaften überprüft. Aus den Ergebnissen des Onlinebefragungsexperimentes werden Anforderungen an die Informations- und Kommunikationspolitik und Strategien zur Reduzierung der Informationsasymmetrie für netzbasierte Dienste entwickelt. Das Ergebnis der Arbeit ist die Ableitung relevanter Kriterien für die Darstellung und Bewertung der Leistungsbündel netzbasierter Dienste und die Entwicklung von Strategien zur Reduzierung der Transaktionsunsicherheit durch die Identifizierung und Integration von Informationssubstituten für netzbasierte Dienste. / This dissertation presents a comprehensive analysis and conceptual framework of the web-based Application Service Provider (ASP) market. Based on a detailed analysis of ASP supply and demand in Europe, appropriate institutions and information substitutes for the matching process on the ASP market are identified and evaluated. The conceptual framework for the supply side is developed by evaluating the market situation, designing an ASP value chain, classifying digital goods, describing the ASP technologies and business models. These are then compared with the classic model of software utilization and the concept of virtual organizations. The results indicate present deficits in the supply-side information and communication policy. For ASP demand, theories of outsourcing of information technologies, methods and instruments of cost-and-utility-measuring and the theory of transaction phases of outsourcing are used. The basis for both supply-side and demand-side evaluations is an empirical analysis of the European ASP market. We compare the outcome of the supply and demand analyses and derive methods for their coordination by the transaction cost theory and the theories of information and institution economy. Barriers, lack of transparencies and information asymmetries are identified on both sides and thus, information substitutes for web-based services are developed. Information substitutes for experience and trust characteristics are evaluated with an online-questionnaire completed by key participants based on their perception, action and willingness to pay. From those results, we deduce strategies for reducing the information asymmetry. The result of the work is the deduction of relevant criteria for the presentation and evaluation for the supply of web-based services and the development of strategies for reducing the transaction uncertainty by identifying and integrating information substitutes.
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Empirical analysis of information technology and business process outsourcingOhnemus, Jörg 29 March 2012 (has links)
Diese Dissertation befasst sich in drei empirischen Aufsätzen mit der Auslagerung von Informationstechnologien (IT) und Geschäftsprozessen. Der erste Beitrag untersucht die Auswirkung von IT-Outsourcing auf die Arbeitsproduktivität der auslagernden Unternehmen, wobei ein Endogenous Switching Regression Modell im Rahmen einer Cobb-Douglas Produktionsfunktion verwendet wird. Die Ergebnisse zeigen, dass Mitarbeiter, die hauptsächlich mit einem Computer arbeiten, produktiver sind in Unternehmen die IT auslagern. Daher kann die Computernutzung und IT Outsourcing als komplementäre Faktoren betrachtet werden, die sich beide positiv auf die Arbeitsproduktivität auswirken. Der zweite Aufsatz befasst sich mit der Wirkung von IT Outsourcing auf das Beschäftigungswachstum. Während Outsourcing zumindest kurzfristig oftmals mit einem Beschäftigungsabbau in den auslagernden Unternehmen assoziiert wird, können die mittel- bis langfristigen Auswirkungen von Outsourcing durchaus positiv sein. Durch einen Instrumentalvariablenansatz wird für mögliche Endogenität zwischen Beschäftigungswachstum und IT Outsourcing kontrolliert. Die empirischen Ergebnisse sprechen dafür, dass sich Outsourcing mittelfristig positiv auf das Beschäftigungswachstum der Unternehmen auswirkt. Allerdings zeigt eine separate Betrachtung des verarbeitenden Gewerbes und von Dienstleistungsunternehmen, dass dieser positive Effekt nur für letztere signifikant ist. Der dritte und letzte Beitrag untersucht die Auswirkung der Auslagerung von IT nahen Geschäftsprozessen auf die Unternehmensproduktivität. Diese Analyse basiert auf Paneldaten. Um Verzerrungen durch nicht beobachtbare Heterogenität von Firmen, Messfehler der Variablen und Simultanität der In- und Outputs zu erfassen, werden verschiedene Schätzverfahren im Rahmen einer Cobb-Douglas Produktionsfunktion verwendet. Die Ergebnisse zeigen einen signifikanten positiven Effekt der Auslagerung von Geschäftsprozessen auf die Produktivität der Unternehmen. / This thesis consists of three essays that contribute to the empirical literature on information technology (IT) and business process outsourcing. The first essay analyses the impact of information technology outsourcing on labour productivity in outsourcing firms by using an endogenous switching regression model in a Cobb-Douglas production function framework. Estimation results show that employees who mainly work with a computer are more productive in firms conducting IT outsourcing. Therefore, computer usage and IT outsourcing can be interpreted as complementary factors that positively affect firms’ labour productivity. The second essay refers to the employment effects of IT outsourcing. Even though, in most cases outsourcing is widely associated with accompanied job losses in outsourcing firms, the medium and long term effects of outsourcing can absolutely still be positive. The analysis is conducted by using an instrumental variable approach to account for possible endogeneity between the employment growth rate and IT outsourcing. Estimation results provide empirical evidence that IT outsourcing has a positive effect on a firms’ medium-term employment growth rate. However, dividing the sample into manufacturing and service firms, a significant medium-term positive growth effect of IT outsourcing can only be observed for firms operating in the service sector. Finally, the last essay takes a close look at the impact of IT-related business process outsourcing on firm productivity. This analysis is based on panel data. In order to account for unobserved firm heterogeneity, measurement errors in the variables and simultaneity of inputs and output, different estimation techniques are applied to estimate a Cobb-Douglas production function model. The results clearly reveal a positive and significant impact of business process outsourcing on firm-level productivity.
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International trade and labour marketsBraun, Sebastian Till 28 January 2010 (has links)
Die vorliegende Dissertation besteht aus vier Aufsätzen, die sich mit Fragen des Außenhandels und der Arbeitsmarktökonomie auseinandersetzen. Der erste Aufsatz untersucht in einem internationalen Oligopol die Interaktion zwischen Handelsliberalisierung, Produkt- und Prozessinnovationen und der relativen Nachfrage nach niedrig qualifizierten Arbeitnehmern. Der Abbau von Handelsschranken führt zu einer Verschärfung des Wettbewerbs, auf die die konkurrierenden Firmen reagieren, indem sie ihre Investitionen in Produkt- und Prozessinnovationen ausweiten. Infolgedessen sinkt die Nachfrage nach niedrig qualifizierten Arbeitnehmern. Der zweite Aufsatz analysiert die Wirkung eines einseitigen Mindestlohnes in einem Zwei-Länder-Modell, in dem Firmen den ausländischen Markt entweder durch Exporte oder durch lokale Tochterfirmen bedienen. Eine Liberalisierung des Handels erhöht die negativen Beschäftigungseffekte von Mindestlöhnen. Dagegen begrenzt die Existenz von multinationalen Unternehmen den durch Mindestlöhne verursachten Arbeitsplatzabbau. Der dritte Aufsatz untersucht, wie sich kollektive Tarifverhandlungen bei freiem Marktzutritt auf die Produktivität und den wirtschaftlichen Erfolg von heterogenen Firmen auswirken. Zentrale Lohnverhandlungen verschärfen den Auswahlprozess und erhöhen die durchschnittliche Produktivität und den Gewinn überlebender Firmen. Stattdessen begünstigen dezentrale Tarifverhandlungen weniger produktive Firmen. Sind die Firmen internationalem Wettbewerb ausgesetzt, so können auch zentrale Tarifverhandlungen die Produktivität reduzieren. Der vierte Beitrag untersucht empirisch die Auswirkungen von Offshoring auf Arbeiterflüsse in Deutschland. Während Offshoring die Stabilität von Beschäftigungsverhältnissen in der verarbeitenden Industrie nicht beeinflusst, geht es einher mit einer Zunahme der Beschäftigungsstabilität im Dienstleistungssektor. Die Effekte von Offshoring hängen ferner stark vom Alter und der Bildung des einzelnen Arbeitnehmers ab. / This dissertation consists of four essays that contribute to the literature on international trade and labour markets. The first essay studies the interaction between economic integration, product and process innovation, and relative skill demand in a model of international oligopoly. As trade barriers are dismantled foreign competition intensifies. Competing enterprises respond by investing more aggressively in both product and process innovation. The relative demand for unskilled workers decreases as a result. The second essay studies labour market outcomes in a model of intra-industry trade between a rigid-wage Europe and a flexible-wage America. Firms can choose to serve the foreign market either through exports or through local subsidiaries. The essay demonstrates that the adverse employment effects of a unilateral wage floor increase significantly when trade barriers are removed. Multinational firms mitigate the adverse employment effects of one-sided wage rigidity. The third essay analyses how different unionisation structures affect firm productivity and firm performance in a monopolistic competition model with heterogeneous firms and free entry. While centralised bargaining induces tougher selection among heterogeneous producers and increases average productivity and profit levels, firm-level bargaining allows less productive entrants to remain in the market. The positive effect of centralised bargaining on average productivity can, however, be overturned when firms face international low-wage competition. Finally, the fourth chapter analyses empirically the effect of offshoring on workers'' labour market transitions in Germany. The results suggest that the effects of offshoring are strongly age- and skill-specific and also vary between sectors. While offshoring does not affect overall job stability in the manufacturing sector, it is associated with an increase in overall job stability in the service sector.
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Quantile regression in risk calibrationChao, Shih-Kang 05 June 2015 (has links)
Die Quantilsregression untersucht die Quantilfunktion QY |X (τ ), sodass ∀τ ∈ (0, 1), FY |X [QY |X (τ )] = τ erfu ̈llt ist, wobei FY |X die bedingte Verteilungsfunktion von Y gegeben X ist. Die Quantilsregression ermo ̈glicht eine genauere Betrachtung der bedingten Verteilung u ̈ber die bedingten Momente hinaus. Diese Technik ist in vielerlei Hinsicht nu ̈tzlich: beispielsweise fu ̈r das Risikomaß Value-at-Risk (VaR), welches nach dem Basler Akkord (2011) von allen Banken angegeben werden muss, fu ̈r ”Quantil treatment-effects” und die ”bedingte stochastische Dominanz (CSD)”, welches wirtschaftliche Konzepte zur Messung der Effektivit ̈at einer Regierungspoli- tik oder einer medizinischen Behandlung sind. Die Entwicklung eines Verfahrens zur Quantilsregression stellt jedoch eine gro ̈ßere Herausforderung dar, als die Regression zur Mitte. Allgemeine Regressionsprobleme und M-Scha ̈tzer erfordern einen versierten Umgang und es muss sich mit nicht- glatten Verlustfunktionen besch ̈aftigt werden. Kapitel 2 behandelt den Einsatz der Quantilsregression im empirischen Risikomanagement w ̈ahrend einer Finanzkrise. Kapitel 3 und 4 befassen sich mit dem Problem der h ̈oheren Dimensionalit ̈at und nichtparametrischen Techniken der Quantilsregression. / Quantile regression studies the conditional quantile function QY|X(τ) on X at level τ which satisfies FY |X QY |X (τ ) = τ , where FY |X is the conditional CDF of Y given X, ∀τ ∈ (0,1). Quantile regression allows for a closer inspection of the conditional distribution beyond the conditional moments. This technique is par- ticularly useful in, for example, the Value-at-Risk (VaR) which the Basel accords (2011) require all banks to report, or the ”quantile treatment effect” and ”condi- tional stochastic dominance (CSD)” which are economic concepts in measuring the effectiveness of a government policy or a medical treatment. Given its value of applicability, to develop the technique of quantile regression is, however, more challenging than mean regression. It is necessary to be adept with general regression problems and M-estimators; additionally one needs to deal with non-smooth loss functions. In this dissertation, chapter 2 is devoted to empirical risk management during financial crises using quantile regression. Chapter 3 and 4 address the issue of high-dimensionality and the nonparametric technique of quantile regression.
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